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Webenheimer sträuben sich gegen Windpark

Webenheim. Vor den Toren von Webenheim soll ein Windpark entstehen. Aber nun bläst den Befürwortern der Windräder auf den Höhen über Webenheim der Wind ganz heftig ins Gesicht. Aus einem zunächst lauen Lüftchen gegen die Errichtung von fünf Windkrafträdern scheint ein heftiger Sturm zu werden: „Wir wollen die Biosphäre, aber wir wollen keine Verschandelung der Natur“, so das klare Bekenntnis der Gegner des Windparks Webenheim. Spontan hatte sich vor wenigen Tagen so etwas wie eine kleine Bürgerinitiative gebildet, obwohl das Treffen sehr kurzfristig anberaumt wurde. Der Initiator der Bewegung heißt Klaus Weingart.

Ein wichtiges Argument der etwa 25 Bürger in der Webenheimer Reiterklause: „Wir konnten uns bisher nicht äußern“, ärgert sich Karin Eckert. Sie wohnt im „alten“ Neubaugebiet in Webenheim, der Windpark soll etwa ein Kilometer von ihrem Haus entfernt errichtet werden. „Es gibt viele gute Gründe gegen diese Windanlage“, so die Webenheimer Bürgerin. Anwohner fürchten Lärm Die Anwohner haben einige Argumente zusammengetragen, die nach ihrer Ansicht gegen das Projekt sprechen. So befürchten sie eine Wertminderung ihrer Grundstücke durch den Anblick eines Windparks in unmittelbarer Nähe. Sie erwarten eine hohe Lärmbelästigung und sehen die Kulturlandschaft des Bliesgaus durch die etwa 150 Meter hohen Windräder verschandelt. „Es sind nur einige Verpächter, die direkten finanziellen Nutzen von der Maßnahme haben.



Die Mehrzahl der Webenheimer hat nur die ,freudige’ Erkenntnis, ein Dorf mit Windpark zu sein“, heißt es in der Verlautbarung der Windpark-Gegner. Auch ist man im Ungewissen über die Spätfolgen und die tatsächlichen Auswirkungen durch den Betrieb der Anlage. Zudem wird befürchtet, dass der Strom durch die Subventionen für erneuerbare Energien immer teurer wird. Ein wichtiges lokales Argument der Gegner: Gerade wurde ein Neubaugebiet erschlossen, wo etwa 30 neue Häuser entstehen sollen. Man fragt sich in Webenheim, ob es nach Bekanntwerden der Pläne überhaupt noch Bauwillige dorthin zieht. Oder schlimmer noch: Wollen die Grundstückseigentümer jetzt überhaupt noch bauen?

„Wir fühlen uns echt verarscht. Ja, schreiben Sie das ruhig“, erregt sich Thorsten Anstadt. Zusammen mit seiner Frau Sabine hat er vor einem Jahr das Grundstück in Webenheim gekauft: „Wir haben uns bewusst umgeschaut und uns dann für dieses Fleckchen Erde entschieden, weil es hier so schön ist. Und jetzt sollen wir einen Windpark vor der Tür haben. Das ist unglaublich“, entrüstet sich der zukünftige Bauherr. Er fragt sich, ob überhaupt noch jemand Interesse hat, unter diesen Bedingungen dort zu bauen. Neues Haus gerade erst fertig Absolut verärgert sind auch Maria und Oswald Schindler-Volk. Beide wollen zwar in der nächsten Woche in ihr gerade fertig gestelltes Eigenheim im Neubaugebiet einziehen, aber unter Vorbehalt. „Wenn ich nicht mit Verlust zu rechnen hätte, würde ich sofort wieder verkaufen“, so die Häuslebauer.



Man sei bewusst wegen des Lärms von Einöd weg – und nach Webenheim gezogen: „Dann erfährt man so unter der Hand, dass ein Windpark in der Nachbarschaft entstehen wird“, ärgert sich Oswald Schindler. Das bei dem Ortstermin anwesende CDU-Stadtratsmitglied Stefan Kuntz aus Webenheim äußerte sich gegenüber den Bürgern unmissverständlich: „Die CDU Webenheim ist gegen diesen Windpark. Auch ich werde mich bei einer Abstimmung eindeutig dagegen aussprechen.“ ers
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