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Wegen Großbaustelle hat der Verkehr am Zweibrücker Tor zugenommen

Homburg. Berufsverkehr, Busverkehr, Lieferverkehr, Kundenverkehr, Baustellenverkehr: Am Zweibrücker Tor geht es in diesen Tagen alles andere als ruhig zu. Wer sich die Mühe macht und am Vormittag eine gute halbe Stunde damit verbringt, das Schauspiel akustisch zu erleben, der kann nachvollziehen, warum sich nun Anwohner des Bereichs Zweibrücker Tor 12 (über dem Netto-Markt) mit Ärger an unsere Zeitung wenden. Auf der gegenüberliegenden Seite entstehen drei neue Wohnhäuser, das bringt neben dem klassischen Baustellenlärm auch einen verstärkten Verkehr von Baustellenfahrzeugen mit sich. In Sachen Busverkehr entpuppt sich das Zweibrücker Tor zudem als Treffpunkt sämtlicher Linien der Region. Vom Stadtbus über Kreisbuslinien bis zu den regionalen Verbindungen (R7) reiht sich Bus an Bus – fast schon eine Bussi-Parade.

Doch damit nicht genug. Der „alte“ Netto-Supermarkt will genauso mit Kunden und Waren versorgt werden, wie der „neue“ Edeka-Markt. Das sorgt für ordentlich Betrieb auf den Straßen, vom kleinen Pkw bis hin zum einen oder anderen großen Lieferlaster. Und in den Zeiten des Berufsverkehrs und des Schulbeginns/Schulschlusses, das bestätigen Anwohner, wird das Zweibrücker Tor zudem zur Ausfall- und Einfallstraße für Beschäftigte des Uniklinikums, für Schüler mit eigenem Auto und für Eltern als „Taxis“ hin zum und weg vom Saarpfalz-Gymnasium. Anfahren, anhalten, Gas geben: All das gehört zur großen Verkehrs-Symphonie des Zweibrücker Tors. Diese Symphonie wird ihre Lautstärke wohl kaum ändern können – zumindest nicht nach unten. Diesen Eindruck gewinnt man angesichts des Verkehrsprofils mit seinen vielen Zwangsläufigkeiten. Und diesen Eindruck bestärkte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung auch der in Homburg für den Straßenverkehr zuständige Beigeordnete Rüdiger Schneidewind.

Für Schneidewind ein möglicher Grund für eine gegenwärtig verschärfte Verkehrslage am Zweibrücker Tor ist in der Tat die Großbaustelle gegenüber dem Saalbau. Hier sind bislang zwei der geplanten Mehr-Parteien-Wohnhäusern entstanden, ein Drittes soll folgen. „Da werden wir sehen müssen, wie sich der Verkehr verändert, wenn diese Bauarbeiten beendet sind.“ Davon abgesehen bezweifelte Schneidewind, dass sich das Verkehrsaufkommen signifikant gesteigert hat. „Gerade die Buslinien fahren schon ewig dort.“ Und auch den neuen Edeka-Markt wollte er nicht als Verkehrs-Frequenzsteigerer ausmachen, zumindest nicht beim Lieferverkehr. „Nach unserer Erfahrung wird dieser Markt über die B 423 und die Zweibrücker Straße von Lieferanten angefahren.“ Insgesamt, so der Beigeordnete, „ist dieser Bereich der Innenstadt ja nicht verkehrsberuhigt“ und verweist damit auf die recht zentrale Innenstadtlage des Zweibrücker Tors.

Doch nicht nur der fließende Verkehr ist derzeit ein heikles Thema in dieser Ecke Homburgs, auch der ruhende, sprich parkende, gestaltet sich zeitweise alles andere als leicht verdaulich. So wird der „Verlust“ des Kino-Parkplatzes zu Stoßzeiten zunehmend durch ein Parken am Zweibrücker Tor in Fahrtrichtung Amtsgericht kompensiert – auf dem Rad- und Fußweg. „Darf man da überhaupt parken?“, fragt sich mancher. Man darf nicht! Und Verstöße sollen konsequent geahndet werden, versicherte Rüdiger Schneidewind. „Unsere Mitarbeiter sind in der ganzen Innenstadt unterwegs, natürlich auch am Zweibrücker Tor.“
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