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Weihnachtszeit ist Streikzeit in Frankreich

Paris. Weihnachtszeit ist diesmal Streikzeit in Frankreich. Ob bei Disneyland Paris, im Nahverkehr oder bei der Müllabfuhr: Vielerorts legten die Beschäftigten an Heiligabend die Arbeit nieder.

Die meist unkoordinierten und örtlich begrenzten Arbeitskämpfe konnten den Geschäftsrummel zwar kaum beeinträchtigen. Sie gaben aber einen Vorgeschmack auf den Januar, für den die Gewerkschaften wieder landesweite Kampfmaßnahmen planen.

Bereits der 14. Streiktag in Folge war der Donnerstag für die Pariser RER-A, die mit einer Million Fahrgästen pro Tag meist befahrene S-Bahn Europas. Viele Pendler kommen damit gar nicht in die Seine-Metropole. Zahlreiche Geschäfte entlang der Linie beklagen Einnahmeausfälle ausgerechnet im größten Weihnachtstrubel. Angesichts der kompromisslosen Haltung der S-Bahn-Gesellschaft beginnt die Streikfront nun aber zu bröckeln.

Auch EuroDisney liegt an der RER-A. Wer trotz des Streiks das Pariser Disneyland erreichte, musste allerdings auf einen Teil des Spektakels wie die Paraden verzichten. Am Mittwoch hatten hunderte Mitarbeiter im Vergnügungspark gegen den Lohnstopp demonstriert. Die Gewerkschaften kündigten eine Verschärfung der Gangart an.

Nach einer Einigung auf höhere Löhne endete am Heiligabend ein dreitägigen Technikerstreik im öffentlichen Rundfunk. Damit ging auch das Nachrichtenprogramm von France Info wieder auf Sendung. In einigen Pariser Vororten blieben dafür die Mülltonnen weiter ungeleert und am Flughafen gab es kleinere Arbeitskonflikte. Einen Käuferstreik gibt es in Frankreich aber nicht. Die Geschäfte quollen Heiligabend von Kunden über und es wurde Champagner verkauft, als gebe es keine Krise.
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