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Weiter Protest gegen Jobabbau bei Saargummi

Saargummi in Büschfeld hat Insolvenz angemeldet. (Archivbild)

Saargummi in Büschfeld hat Insolvenz angemeldet. (Archivbild)

Keine Verkäufe und Verlagerungen von Unternehmsbereichen, die die Substanz von Saargummi in Büschfeld gefährden, lautet eine Forderung der einstimmig beschlossenen Resolution des Waderner Stadtrates.

Von SZ-Redakteurin Margit Stark


Wadern.
Um die einstimmig verabschiedete Resolution des Stadtrates den wartenden Mitarbeitern von Saargummi zu verkünden, unterbricht Bürgermeister Fredi Dewald am Donnerstagabend die Sitzung. Trotz Regen harrt die Belegschaft vor dem Oettinger Schlösschen aus. Was Mitarbeiter wie Kommunalpolitiker so sauer macht: Die Unternehmensleitung hatte angekündigt, den Personalbestand von knapp über 900 Beschäftigten auf nur noch 400 Beschäftigte zu reduzieren. Dazu sollten Unternehmensteile verkauft und Mitarbeiter entlassen werden. Einig sind sich die Ratsmitglieder: „Es ist unanständig, ein Unternehmen auf dem Rücken der Mitarbeiter zu zerschlagen.“ 1000 Familien sind nach Darstellung von dem Betriebsratsvorsitzenden Arno Dühr von dem Standort abhängig.

Beifall brandet auf, als der Verwaltungschef das Engagement und die hohe berufliche Qualifikation der Mitarbeiter lobt. Der Applaus wird stärker, als Dewald den Forderungskatalog vorliest, den er und der Stadtrat an die Geschäftsführung und die Eigentümer von Saargummi richtet (siehe Infokasten). „Wir haben diese Resolution über Parteigrenzen hinweg gemeinsam formuliert“, sagt Dewald. Anke Rehlinger (SPD), Helmut Turner (CDU), Walter Rollinger (Freie Wähler), Frank Hiry (Pro Hochwald) und Peter Rohles (Grüne) sind sich einig: Es kann nicht angehen, dass ein Betrieb mit gesicherter Auftragslage wie das Büschfelder Werk aufs Spiel gesetzt wird, nur weil Eigentümer Odenwald noch mehr Rendite herausschlagen will. Die Millionen-Bürgschaften des Landes, mit denen in der Konjunktur-Krise dem Unternehmen geholfen wurde, sollten dem Erhalt der Arbeitsplätze dienen, nicht deren Abbau.

Heuschrecken im Hintergrund

Derweil steht für Dagmar Ensch-Engel, Landtagsabgeordnete der Linken, und Elmart Seiwert, Kreisparteichef der Linken, fest: „Die Heuschrecken im Hintergrund sind Schuld am Desaster in Büschfeld. Sie interessieren sich nicht für das Schicksal des einzelnen Mitarbeiters.“ Es sind nach ihrer Überzeugung „wieder einmal die Arbeitnehmer aus der Region, die die Zeche für missglückte Spekulationsgeschäfte zahlen sollen“.



Auf einen Blick

Forderungen der Resolution: zukunftsweisende Modernisierung des Standortes unter Einbeziehung aller Beteiligten; offener Dialog über die Zukunftsperspektiven des Standortes Büschfeld, offensive Kommunikation der Unternehmensleitung; keine Verkäufe und Verlagerung von Unternehmensbereichen, die die Substanz des Unternehmens gefährden; bei unvermeidlichen Verkäufen von Betriebszweigen Produktionsstandorte in Büschfeld belassen.
vv
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