Saarland / Luxemburg: Landesgrenze BAB 8 (D) / A 13 (Lux.), Tunnel Markusbierg in Luxemburg ist wegen Feuerübung bis zum Ende des 21.10.17 gesperrt, Verkehr wird an der AS Schengen abgeleitet. (20.10.2017, 23:07)

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Weiter Rätselraten um Blutbad in Saarlouis



Saarlouis. 
Die Polizei geht von einem Familiendrama aus. Vorerst bleibt das Geschehen aber rätselhaft. Zunächst erschien die Ehefrau Samstag früh nicht zur Verabredung mit einer Freundin. Weil sie danach gar nicht mehr zu erreichen war, zog die Freundin den Schwager der Vermissten hinzu. Der drang nach Informationen der Saarbrücker Zeitung abends von der Hinterseite in das Haus ein und fand gegen 20.30 Uhr die Frau im Wohnzimmer, erschlagen vor Couch. Ein grauenvolles Bild! Auf der Couch lag der Ehemann, Blut besudelt und volltrunken. Daneben eine Axt. Eine Etage höher lagen die Tochter der Frau aus einer früheren Ehe und der gemeinsame Sohn (6) in ihrem Blut: Sie starben durch ein sehr großes Küchenmesser. Polizeisprecher Georg Himbert: „Ob die beiden Kinder im Schlaf getötet wurden oder sie sich wehren konnten, muss die Obduktion ermitteln.“

Ungeklärt auch: Der dreijährige gemeinsame Sohn, der in seinem Kinderbettchen im Schlafzimmer der Eltern schlief, war unversehrt. Er wurde gestern in einem Krankenhaus untersucht und psychologisch betreut. Dem Blutbad entging ein weiterer Sohn (17) der Frau aus früherer Ehe. Er lebt nicht mehr bei der Familie, sondern in einer Wohngruppe in Traben-Trarbach. Was hinter den Mauern des Wohnhauses an der Rodener Durchgangsstraße nach Dillingen geschah, sollen nun die Gerichtsmediziner ermitteln.

Wegen seines sehr hohen Alkoholpegels sei der Mann gestern Abend – fast zwei Tage nach der Bluttat – noch nicht vernehmungsfähig gewesen, berichtete Himbert. Heute werde er vernommen und dem Haftrichter vorgeführt. Himbert: „Aufgabe der Gerichtsmediziner ist unter anderem herauszufinden, ob er sich vor der Tat betrunken hat oder danach oder sogar beides.“ szn/ek 
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