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Weiter Schnee und Winterwetter im Saarland

Von SZ-Redakteur Jörg Wingertszahn

Saarbrücken. Beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach sah der Meteorologe vom Dienst, Christoph Hartmann, gestern die Wetterentwicklung für das Saarland und die angrenzenden Regionen nicht so dramatisch: „Ach Gott, das gibt’s halt mal, dass es im Dezember hie und da schneit.“ Bloß, dass so viel auf einmal zusammenkomme, das sei in der Tat ungewöhnlich. „Es gehört sich eigentlich nicht“, meinte der Wetterkundler, der selbst Opfer der Witterung war, weil er am Morgen sein Auto aufgrund der ungewöhnlich starken Niederschläge bei einem halben Meter Schneehöhe in Eppstein am Taunus nicht mehr aus der Garage brachte. Immerhin habe der Wetterdienst aber die Entwicklung präzise vorausgesehen und mit einer Unwetterwarnung auf die Lage hingewiesen.

Doch festlegen, wie das Wetter wird, wollte sich Hartmann nicht. Es werde voraussichtlich über Deutschland zu einer Temperaturgrenze kommen, auf deren Südseite man mit Tauwetter rechnen könne, während nördlich davon das Winterwetter fortdauere. Aber wo genau diese Grenze verlaufe und wie ausgeprägt sie sei, dafür könne man keine exakten Prognosen anstellen.  „Wir haben Computermodelle, deren Temperatur-Berechnungen für den gleichen Raum um einige Grade differieren.“ Wahrscheinlich sei allerdings in unserem Raum mit einer weißen Weihnacht zu rechnen: „Das Zeug bleibt liegen.“

Jedoch gebe es für diese Woche ein weiteres Risiko, dann nämlich, wenn sich die Niederschläge in Regen verwandeln und auf den gefrorenen Boden fallen – denn nachts sei auch weiterhin mit Frost zu rechnen: „Dann kommt es zu Blitzeis, und damit ist nicht zu spaßen.“

Unterdessen meldeten gestern am späten Nachmittag das Lagezentrum der Polizei und das Landesamt für Straßenbau eine Stabilisierung der Lage, nachdem die Schneefälle nachgelassen hatten und in den Niederungen Tauwetter zu einer Entspannung auf den Straßen geführt hatte. Polizeisprecher Theodor Besse: „Seit dem Beginn der Schneefälle am Samstagabend haben wir rund 60 Unfälle registriert, die überwiegend glimpflich verlaufen sind.“ Im nördlichen Saarland, so Besse, häuften sich die Meldungen über Schneebruch, sodass die Feuerwehr in Tholey eine Einsatzleitung gebildet habe. Insofern sei auch in Waldgebieten mit erhöhter Gefährdung zu rechnen.

DRK kam mit Rettungswagen nicht überall durch

Mehrmals musste seit Freitag laut Pressestelle des Deutschen Roten Kreuz Saar die Feuerwehr gerufen werden, um Rettungswagen die Weiterfahrt möglich zu machen. Am Sonntag hatte sich zwischen Lebach und Schmelz ein Rettungswagen festgefahren. Im Raum Sulzbach steckten Rettungswagen im Schnee fest oder kamen auf glatter Fahrbahn nicht mehr weiter. In Neunkirchen musste die Feuerwehr am Sonntag einen Rettungswagen bergen. Notfalleinsätze wurden dadurch verzögert, Patienten jedoch nicht geschädigt.
In Dudweiler halfen in zwei Fällen Anwohner, um den Rettungswagen wieder in die Spur zu bringen.


Noch keine Probleme bei Bahn-Verkehr im Saarland

Die Züge der Deutschen Bahn konnten im Saarland noch ohne Behinderungen verkehren. Man haben bisher keine Meldungen über größere Störungen, sage Bahn-Sprecher Torsten Sälinger: „Wir hoffen, dass das auch so bleibt.“ Mit Verspätungen muss allerdings weiterhin im Fernverkehr gerechnet werden, da die Hochgeschwindigkeitszüge ICE und TGV bei Neuschnee nur mit verminderter Geschwindigkeit verkehren.  Nach Auskunft der französischen Staatsbahn SNCF wird die Reisegeschwindigkeit bei Neuschnee von 320 auf bloß noch Kilometer pro Stunde zurückgenommen.


Teilweise fuhren keine Busse, Saarbahn fuhr nur bis Riegelsberg

Im Personennahverkehr mit Bussen und Saarbahn gab es bereits gestern einige Probleme. So hatten die Busse vor allem in höheren Lagen und an Steigungsstrecken mit der Glätte zu kämpfen; die Saarbahn konnte bis 14 Uhr nur bis Riegelsberg Süd fahren, weil es im Ort Probleme mit den Weichen gab. Aber gegen Abend meldete ein Sprecher: „Alles wieder im grünen Bereich.“


Wintersportler freuen sich

Indessen kommen die Wintersportler in der Großregion voll auf ihre Kosten. Denn die Schneeauflagen sind überall üppig, die Pisten gewalzt und die Loipen überwiegend gespurt. Jedoch ist der Neuschnee im Land nicht überall gleichmäßig verteilt. So wurden gestern am frühen Nachmittag folgende Schneehöhen an den saarländischen Wetterstationen gemessen: Berus 20, Tholey 23 und Saarbrücken 39 Zentimeter.



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