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Weiter Streit um Einkaufszentrum Homburg

Homburg. Marketing-Experte Karsten Schreiber brachte es in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend (wir berichteten) auf den Punkt: Bei der Ansiedlung künftiger zusätzlicher Geschäfte in der Innenstadt – inklusive ECE – gehe es einzig um das Ziel, das Mittelzentrum Homburg zu stärken. Mit 45?000 Einwohnern sei die Kreisstadt in der gleichen Kategorie wie Neunkirchen. Zudem sei Homburg Arbeitsplatz- und Dienstleistungszentrum. Einzig die Innenstadt sei zu klein. Diese müsse zentraler Versorgungsbereich werden mit einer deutlich größeren Angebotspalette, stellte sich Schreiber positiv zu ECE.

Nach der Vorstellung des Schreiberschen Zwischenberichts kam es im Rat zu einer längeren Diskussion. Dabei kamen auch Bürger zu Wort, die die Sitzung beobachteten. Als Erster meldete sich Christian Gläser, Fraktionsvorsitzender der CDU, zu Wort. Seine Einschätzung mit Blick auf frühere Aussagen von ECE und die aktuellen Diskussionen zur sinnhaften Größe einer Enklerplatz-Bebauung: „Der Rat wird irgendwann nicht vor der Entscheidung zwischen 12?000 oder 18?500 Quadratmetern Fläche stehen, sondern vor der Frage 18?500 oder nichts. Das ist die Verantwortung, vor der wir stehen.“ Barbara Spaniol, Fraktionsprecherin der Linken, widersprach Gläser und bezeichnete dessen Beurteilung als Teil einer „Basta-Politik“. So sei gerade die Centergröße der „Knackpunkt“. Ihre Forderung: herauszufinden, was wirklich für Homburg passt.

Axel Ulmcke (FWG), wie Spaniol ein Gegner der „großen Lösung“, sprach sich im Grundatz für eine Verbesserung der Einkaufssituation in Homburg und für die Errichtung eines Centers auf dem Enklerplatz mit seinen strukturellen Vorteilen aus. Er wies aber auch darauf hin, dass aus seiner Sicht eine „Verdoppelung der Verkaufsfläche in der Innenstadt und eine teilweise Verdoppelung des Angebotes stattfinden wird“. Dies müsse man mit allen negativen Folgen klar verdeutlichen. Nachdrücklich für die nun von ECE angekündigte Planung sprach sich Hans Felden, Fraktionsvorsitzender der SPD, aus. Er warnte davor, „nichts zu tun und einfach zu warten, wie die Stadt sich entwickelt“. Stattdessen gelte es zu beachten, wie umliegende Kommunen, Felden nannte hier Zweibrücken mit den Plänen zur Erschließung des Truppacher Hofs, sich weiterentwickeln. „In der Nachbarschaft wird vieles passieren. Uns muss es da gelingen, für die Stadt vorhandene Kaufkraft zu sichern.“

Für die FDP griff Peter Müller, auch er ein Befürworter einer kleineren Lösung, in die Diskussion ein. Er kritisierte die aus seiner Sicht in der Vergangenheit mangelnde Bereitschaft von CDU und SPD , sich den Interessen des Homburger Einzelhandels anzunehmen. Auch griff Müller Barbara Spaniols Forderung auf, für Homburg eine Lösung zu finden, „die den Charme der Stadt erhält und zu ihr passt.“

Winfried Anslinger (Grüne) wies auf ECE-Centerbauten von geringerer Größe als für Homburg geplant hin und sagte. „Die angekündigten 18?500 Quadratmeter müssen nicht das letzte Wort sein.“ Rolf Omlor vom Arbeitskreis Pro Homburg schließlich mahnte mit Blick auf deutliche Kritik von OB Schöner an der Homburger Kaufmannschaft einen versöhnlicheren Dialog an.

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