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Weiter Wirbel bei der IKK

Nachdem Ex-Vorstand Spaniol in einem anonymen Brief ein »aggressiver und hochgradig verletzender Führungsstil« vorgeworfen worden war, haben andere Mitarbeiter gegenüber Asmus in einem unterzeichneten Schreiben ihrem Ärger Luft gemacht.

Nachdem Ex-Vorstand Spaniol in einem anonymen Brief ein »aggressiver und hochgradig verletzender Führungsstil« vorgeworfen worden war, haben andere Mitarbeiter gegenüber Asmus in einem unterzeichneten Schreiben ihrem Ärger Luft gemacht.

Wenn heute der Verwaltungsrat der Innungskrankenkasse IKK Südwest in Mainz zusammenkommt, dürfte es hoch hergehen. Im Mittelpunkt der Sitzung soll der Bericht des Ombudsmanns Wolfgang Asmus stehen, der von 175 Mitarbeitern kontaktiert wurde, nachdem die Entlassung des früheren IKK-Vorstands Frank Spaniol im Frühjahr für erheblichen Wirbel gesorgt hatte. Sie hatten die Gelegenheit, sich bei dem ehemaligen Präsidenten des Landgerichts Kaiserslautern ihren Frust von der Seele zu reden. Dem Vernehmen nach soll in dem Kontrollgremium heute keine Aussprache über den Bericht vorgesehen sein. Ratschef Rainer Lunk war gestern nicht erreichbar.

 Sie werfen den Briefschreibern „eine feige und hinterlistige Vorgehensweise“ vor. Das könne man nur „mit krankhaften Charaktereigenschaften erklären“. Sie hätten Spaniol als einen Chef „mit vorbildlichem Gerechtigkeitssinn und höchsten Sympathiewerten kennengelernt“. Er sei „Opfer einer von langer Hand geplanten Intrige“, die unter anderem von „wenigen rachesüchtigen Verwaltungsratsmitgliedern und ein paar beleidigten und verletzen Mitarbeitern“ angestoßen worden sei.

Spaniol stürzte allerdings nicht über die Vorwürfe der Mitarbeiter, sondern über eine angebliche Überweisung von rund 30.000 Euro auf sein eigenes Konto. Dieses Geld soll aber bereits im Januar 2009 angewiesen worden sein – und zwar von einem leitenden Angestellten des Hauses. Nach SZ-Informationen soll diese Überweisung mit einem Rückzahlungsvermerk versehen worden sein. Der Mitarbeiter bestreitet in einer eidesstattlichen Versicherung, dass es sich um ein Darlehen gehandelt haben soll.

 Jedoch sollen IKK-Geschäftsführer Jörg Loth und Verwaltungsrats-Chef Lunk erst am 25. März 2013 – also mehr als vier Jahre später – von dieser Überweisung erfahren haben. Anschließend habe man die Staatsanwaltschaft Saarbrücken eingeschaltet. Deren Ermittlungen laufen noch, sagte gestern ein Sprecher.

Das anonyme Schreiben, in dem Spaniol angegriffen wurde, war nicht das einzige, das die Runde machte. So gingen bereits im Sommer 2012 anonyme Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken ein, in denen Spaniol vorgeworfen wird, dass seine Lebensgefährtin ein fiktives Arbeitsverhältnis mit der IKK habe. Aus dem Umfeld Spaniols wird dieser Vorwurf mit Nachdruck zurückgewiesen. Sie habe einen regulären Tele-Arbeitsplatz gehabt. Um den anonymen Schreibern das Handwerk zu legen, wurde der Sprachprofiler Raimund Drommel (Buchautor „Der Code des Bösen“) eingeschaltet. Dieser soll anhand von Formulierungsmustern ermitteln, wer hinter den anonymen Anschuldigungen steckt. Im Verwaltungsrat scheint die Atmosphäre inzwischen hochgradig vergiftet zu sein. „Dort herrschen nur noch Hass, Intrigen und Lügereien“, sagte unlängst ein Mitglied.
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