Saarland: Neunkirchen-Wellesweiler, Wellesweilerstraße: Vollsperrung auf Grund von Reinigungsarbeiten nach einer Ölspur. (20:04)

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Wellesweiler Ortsrat diskutiert wie Kirmes attraktiver werden kann

Nachrichten aus der Region Neunkirchen.

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Wellesweiler. Ist die Kirmes noch zu retten? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ortsrat Wellesweiler in seiner Sitzung. Ein Hauptproblem liege darin, dass viele Schausteller kein Interesse mehr an den kleineren Jahrmärkten hätten, weil sich das Geschäft wegen zu wenigen Besuchern nicht mehr rentiere. Daran hätten auch Maßnahmen wie die Senkung der Standgebühren nichts geändert, wie Ortvorsteher Hans Kerth erklärte. Holger Janes vom Ordnungsamt Neunkirchen untermauerte die These mit einer Studie aus dem Jahr 2006, wonach seit 1999 die Gewinne der deutschen Schausteller stetig sänken. „Es wird wieder Richtung Mittelalter gehen. Ab und zu schauen vielleicht ein paar Gaukler vorbei, aufwändige Fahrgeschäfte werden aber verschwinden“, prognostizierte Janes die Zukunft der Jahrmärkte.

Größere Fahrgeschäfte, etwa Autoscooter oder Achterbahnen, sind für Wellesweiler schon heute nur noch schwer zu bekommen. Dennoch blieb der Ortsrat nicht untätig und organisierte für die Feier in diesem Oktober unter anderem ein Kinderkarussell, eine Imbissbude (die auf der letzten Wellesweiler Kirmes schmerzlich vermisst worden sei) und eine Bühne. Sie soll auf dem Kirmesplatz aufgestellt werden, wo anders als in den letzten Jahren auch die Eröffnung stattfinden wird.

Für die nächsten Jahre wird eine Neuausrichtung der Traditionsveranstaltung angedacht, um wieder mehr Bürger dafür zu begeistern. Im Rahmen eines Ideenaustausches im Ortsrat wurde unter anderem eine stärkere Einbeziehung älterer Menschen diskutiert. Auch das Aufstellen eines Festzeltes, in dem ein musikalischer Abend den jüngeren, ein Abend den älteren Mitbürgern gewidmet sei, steht auf der Prüfliste. Eine andere Idee: Die Rückbesinnung auf den Ursprung der Kirmes als Kirchweihe mit der Veranstaltung eines Gottesdienstes während des Festes.

Die Vorverlegung des Veranstaltungstermins, der traditionell im Oktober liegt, wurde dagegen verworfen. „Das ist nicht so einfach. Schließlich ist in den Wochen zuvor die Konkurrenz viel größer. Und dass das Wetter nicht unbedingt besser sein muss, hat man ja dieses Jahr gesehen“, erklärte Kerth. Für durchaus diskussionswürdig befand der Ortsrat dagegen die Verknüpfung der Kirmes mit anderen Veranstaltungen, etwa einem Flohmarkt oder Sportereignissen. lmi

Wer Ideen für die Neugestaltung der Wellesweiler Kirmes hat, kann Vorschläge an Ortsvorsteher Hans Kerth, E-Mail Hans.Kerth@t-online.de, senden.

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