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Weltkatzentag: Schnurrende Eroberer beherrschen das Internet

Eigentlich macht er nichts. Maru, ein etwas dicklicher Kater aus Japan, liegt auf dem Rücken, wedelt mit dem Schwanz und döst. Und trotzdem haben mehr als 1,7 Millionen Menschen das knapp 50 Sekunden lange Video bei Youtube (youtube.com/user/mugumogu?feature=watch) angeschaut. Gefallen hat es mehr als 11 000, kommentiert haben es fast 2000 Menschen. Der Tenor der Einträge: „Oh, ist der süß“ und „Ich liebe Maru“.

Maru ist nur ein Beispiel von vielen. Denn Katzen bevölkern das Internet. In Videos, Fotos oder Fotomontagen kuscheln sie mit Hunden, trinken aus Waschbecken, schwimmen in Badewannen oder tapsen auf dem Klavier herum. Und manchmal sitzen sie einfach nur da und sehen süß aus. Wer bei Youtube, Facebook oder Twitter unterwegs ist, kommt um den sogenannten Cat Content nur schwer herum. Kleine Filmchen und Bilder von Katzen werden millionenfach angeschaut, kommentiert und an Freunde weiterverschickt.

Nur: Warum eigentlich? „Wir finden Katzen ähnlich gut wie Süßigkeiten“, erklärt sich der Medienpsychologe Frank Schwab von der Universität Würzburg den Trend. Und den Deutschen liegen die kleinen Schmusetiger besonders am Herzen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts lebten im Jahr 2012 rund 12,3 Millionen Katzen in deutschen Haushalten.

Manchem Katzenbesitzer, der Fotos und Videos von seinem tierischen Liebling ins Internet stellt, hat sein Hobby schon einen kleinen Zusatzverdienst eingebracht. So fing bei der weltweit bekannten „Grumpy Cat“, einer stets miesgelaunt aussehenden Katze aus den USA, alles mit einem einzigen Foto an. Die Besitzer der Katze stellten nach eigenen Angaben 2006 ein Bild ihres Haustieres ins Internet, später folgten einige Videos auf Youtube. Eines davon hat inzwischen fast zwölf Millionen Aufrufe, die „Gefällt-mir“-Schaltfläche auf Grumpy Cats Facebook-Seite haben bereits mehr als 1,1 Millionen Menschen gedrückt.

Von Grumpy Cat kann man inzwischen auf der Webseite grumpycats.com T-Shirts, Tassen, Schlüsselanhänger und Handy-Hüllen kaufen, ein Buch über sie ist bereits erschienen, ein Film soll folgen. Ähnlich erfolgreich ist der britische Illustrator Simon Tofield mit Zeichentrickfilmen und Büchern der Reihe „Simon's Cat“. In Minneapolis in den USA wurde im vergangenen Jahr ein „Internet Cat Video Film Festival“ mit 10 000 Besuchern veranstaltet.

Geld mit dem Cat Content haben auch der hawaiianische Blogger Eric Nakagawa und seine Freundin verdient. Auf der Webseite „I Can Has Cheezburger“ (icanhas.cheezburger.com) veröffentlichten die beiden sogenannte Lolcats. Das sind Bilder von Katzen, die entweder einen lustigen Gesichtsausdruck haben oder auf eine andere Weise kurios aussehen. Mit auf dem Bild steht ein kleiner Spruch in bewusst fehlerhaftem Englisch, der von der Katze „gesprochen“ sein soll. 2007 wurde die Seite von einer Investorengruppe übernommen, die laut dem Branchendienst Golem 2,25 Millionen US-Dollar zahlte und ein kommerzielles Unternehmen daraus machte.

youtube.com/user/mugumogu?feature=watchgrumpycats.com
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