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Wendelinusjahr in St. Wendel: Reliquienschrein der Wallfahrtskirche wird geöffnet

Am Sonntag, 23. Mai, wird vom Vertreter des Papstes in Deutschland der Schrein mit der Reliquie des heiligen Wendelin geöffnet.

Am Sonntag, 23. Mai, wird vom Vertreter des Papstes in Deutschland der Schrein mit der Reliquie des heiligen Wendelin geöffnet.

St. Wendel. Das Wendelinusjahr in St. Wendel steuert seinem Höhepunkt entgegen. An Pfingsten kommt der Vertreter des Papstes in Deutschland, Nuntius Jean Claude Périsset, in die Kreisstadt. Er wird am Sonntag, 23. Mai, in einem feierlichen Pontifikalamt um 10.45 Uhr den Schrein mit der Reliquie des heiligen Wendelin öffnen. Eine ganze Woche ist sie dann zu sehen.

Ein seltenes Ereignis, denn in den normalen Wallfahrtsjahren wird im Oktober nur der geschlossene Schrein ausgestellt. Da die Kirche an Pfingstsonntag nicht alle Besucher fassen kann, wird dieser Gottesdienst auf einer großen Leinwand auf dem Fruchtmarkt übertragen.

Nach Pfingsten täglich um zehn und 15 Uhr Gottesdienste

In einer Pressekonferenz stellte der St. Wendeler Pastor Anton Franziskus gestern das Programm des Wendelinusjahres vor. An Pfingstmontag erwartet die Kirchengemeinde Hunderte Reiter, Kutschengespanne und Traktorfahrer um zehn Uhr zur traditionellen Pferdewallfahrt zur Wendelskapelle. In der Woche nach Pfingsten gibt es täglich um zehn und 15 Uhr Gottesdienste in der Kirche, um 18 Uhr ein Abendlob. Der Reliquienschrein wird am Sonntag, 30. Mai, im Festhochamt um 10.45 Uhr wieder geschlossen. Zuvor gibt es am Samstag, 29. Mai, von 19.30 Uhr bis 23.30 Uhr eine Bach-Nacht mit vier aufeinander folgenden Konzerten in der Kirche. Die Basilika ist in dieser Woche von 8.30 Uhr bis 19 Uhr für die Pilger geöffnet.

Wallfahrtstradition in St. Wendel vermutlich über 1000 Jahre alt

Das Wendelinusjahr steht unter dem Motto „Und machet eine schoene Kirch ueber sein Grab“. Das ist ein Zitat aus einer Legende über den Heiligen aus dem 14. Jahrhundert. Historische Tatsache ist, dass an Pfingsten 1360, also vor 650 Jahren, der Trierer Erzbischof Boemund die Chorhalle der Wallfahrtskirche eingeweiht hat. Seitdem ruht die Lade des Heiligen in dieser Kirche. Der Bau des Gotteshauses dauerte dann noch mehr als 100 Jahre bis 1450. Die Wallfahrtstradition in St. Wendel ist aber noch viel älter, vermutlich mehr als 1000 Jahre alt.

„Es gibt kaum einen Volksheiligen, der so weit verbreitet verehrt wird“, sagt der St. Wendeler Pastor Anton Franziskus mit Blick auf die zahlreichen Wendelinuspfarreien in vielen Ländern der Welt. Die Stadt St. Wendel unterstützt die Aktivitäten der Pfarrei, auch finanziell. „Wir stehen zur Kirche“, sagt Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU). Der Veranstaltungsreigen trage dazu bei, das kulturelle Leben in der Stadt zu bereichern.

Zurzeit läuft schon eine Ausstellung über die Wallfahrtskirche im Mia-Münster-Haus. Die Planungen stehen darüber hinaus für historische Gespräche und Vorträge, Konzerte in der Kirche, das Gießen von Sakristeiglocken, einen mittelalterlichen Markt und Straßenmalerei in der Innenstadt. Die Feierlichkeiten im Wendelinusjahr dauern bis zum Ende der Wendelswoche am 26. Oktober.

Auf einen Blick

Einige Höhepunkte des Wendelinusjahres:

Pfingstsonntag, 23. Mai, 10.45 Uhr: Pontifikalamt mit Öffnung der Reliquienlade.

Pfingstmontag, 24. Mai, zehn Uhr: Pferdewallfahrt zur Wendelskapelle.

Dienstag, 25. Mai, bis Samstag, 29. Mai: täglich um zehn und 15 Uhr Gottesdienste, 18 Uhr Abendlob.

25. und 26. Juni: Straßenmalerei nach Meditationsthemen. 10. und 11. Juli: Gießen von Sakristeiglocken.

14. und 15. August: „St. Wendel anno 1360“.

20. bis 26. Oktober: Traditionelle Wallfahrtswoche. vf

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