L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

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Weniger Fahrkarten-Automaten am Eurobahnhof

Saarbrücken. Eine ganze Reihe neuer Werbe-Leuchtkästen, so groß wie Fahrkartenautomaten, hat die Deutsche Bahn (DB) kürzlich im Saarbrücker Eurobahnhof aufgestellt. Die meisten stehen im Haupttunnel, an den Rückseiten der Aufzüge. Sie versperren die freie Sicht durch die gläsernen Aufzüge, so dass man jetzt eher Zusammenstöße mit entgegenkommenden Passanten riskiert. Vielleicht nutzt die DB ja die zusätzlichen Werbeeinahmen, um das Service-Angebot auszuweiten, mag man sich da als Kunde und Laie denken.

Nächster Automat nur noch in der Haupthalle

Doch das Gegenteil ist der Fall: Fast zeitgleich baute die DB den – einzigen – Fahrkartenautomaten am Nordeingang ab. Wer über das Eurobahnhof-Gelände zum Zug will, muss jetzt bis in die Haupthalle laufen, um sich eine Karte aus dem Automaten zu ziehen. Um dann wieder den Rückweg in Richtung der Bahnsteige anzutreten.

Auf die Nachfrage, wann der Automat wieder aufgestellt wird, erfährt man von der Dame am Empfangsschalter: „Garnimmeh“. Der Automat habe zu wenige Einnahmen erbracht. Ein Bahnsprecher bestätigt der Saarbrücker Zeitung diese Auskunft. Der Automat habe sich nicht gerechnet, deshalb habe ihn die Bahn abmontiert und an einen neuen Einsatzort gebracht: zum Bahnhof Germersheim in Rheinland Pfalz. Nach den Plänen der Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung mbH (GIU), die das Quartier Eurobahnhof entwickelt, soll ein Großteil der Bahnkunden künftig den Nordeingang nutzen, auch um den Haupteingang vom Autoverkehr zu entlasten. Im kommenden Herbst soll der neue Bahnhofsvorplatz auf der Nordseite fertig werden.


Anschaffung und Wartung zu teuer

Hatte die DB diese Perspektive nicht im Blick? Nein, eine vorherige Absprache mit der GIU habe es nicht gegeben, sagt der Bahnsprecher, es sei schließlich eine interne Maßnahme. Die DB habe sich von der Entwicklung des Stadtquartiers mehr erhofft, genau deshalb habe man den Automaten vor zwei Jahren dort aufgestellt. Ein Fahrkartenautomat sei teuer. Zu den Anschaffungskosten von mehreren 10 000 Euro käme die Telefongebühr für den ISDN-Anschluss und die Wartung und Leerung hinzu. „Zwei Jahre stand er unter verstärkter Beobachtung, er war ein Sorgenkind“, erklärt der Sprecher. „Einnahmen und Fixkosten stehen in keinem Verhältnis.“ In absehbarer Zukunft sei nicht damit zu rechnen, dass der Automat wieder aufgestellt wird. „Sonst hätte sich ja der Abbau für uns gar nicht gelohnt.“ Die Stadt zeigt sich von der Maßnahme überrascht und ist wenig erfreut. „Das ist kein gutes Signal für das Quartier Eurobahnhof, das entwickelt wird“, sagt Stadt-Pressesprecher Thomas Blug auf Anfrage der SZ. „Eine Abstimmung mit der GIU wäre wünschenswert gewesen, da wir für die Zukunft, insbesondere nach Fertigstellung des Vorplatzes, mit erhöhtem Publikumsverkehr rechnen.“

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