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Weniger Hausmüll: EVS schließt Gebührenerhöhung vor 2016 aus

Die Abfallmengen im Saarland sind weiter rückläufig. Im vergangenen Jahr ist die Hausmüllmenge um rund 4000 Tonnen gegenüber 2012 zurückgegangen – auf nunmehr 144 867 Tonnen. Damit setze sich der Trend aus den vorangegangenen Jahren fort, wie gestern auf der Verbandsversammlung des kommunalen Entsorgungsverbands Saar (EVS) in Fraulautern berichtet wurde. Von 2012 auf 2013 hat sich somit die Hausmüllmenge pro Einwohner und Jahr von 150 Kilogramm auf 146 Kilogramm verringert. Der bundesweite Durchschnitt lag 2012 bei 164 Kilogramm. Der EVS führt die stetige Reduzierung der Hausmüllmenge im Saarland auf das 2011 eingeführte Gebührensystem zurück. Dabei errechnet sich die Gebühr über die Zahl der Leerungen oder (wie in Losheim oder St. Ingbert) über das Wiegen der Mülltonnen.

Gestiegen ist von 2012 auf 2013 allerdings die Sperrmüll-Menge im Saarland – um 4100 Tonnen auf nun insgesamt 33 571 Tonnen. Pro Einwohner und Jahr ist dies eine Zunahme von 2012 auf 2013 von 44 auf 50 Kilogramm. Im Bundesdurchschnitt fallen pro Einwohner und Jahr 29 Kilogramm Sperrmüll an. Die Zunahme im Saarland begründet der EVS unter anderem mit dem Wegfall der kostenfreien Sperrmüll-Abholung im Jahr 2011 sowie der Errichtung der Wertstoffhöfe, bei denen Sperrmüll bis zwei Kubikmeter kostenfrei abgegeben werden kann und die einen großen Zuspruch erführen. Zudem, so die Vermutung, werde Müll heute besser getrennt und lande mancher Sperrmüll-Artikel nicht mehr wie früher in der Hausmüll-Tonne, sondern eben auf dem Wertstoffhof.

Eine Gebührenerhöhung für die Müllentsorgung müssen Bürger fürs Erste nicht fürchten: EVS-Geschäftsführer Heribert Gisch, dessen Amtszeit Ende des Jahres ausläuft, „schließt eine Gebührenerhöhung vor 2016 aus“, wie er der SZ am Rande der Verbandsversammlung sagte. Gisch deutete allerdings auch an, dass die Gebühren danach erneut steigen könnten, da der Gesetzgeber immer strengere Auflagen für die Entsorger vorsehe.

Bei der Verbandsversammlung stimmten die Rathauschefs der 52 saarländischen Städte und Gemeinden mehrheitlich einer Satzungsänderung zu, die einen Umlagemaßstab für die einzelnen Mitgliedskommunen bei einem eventuellen Verbandsdefizit regelt. Demnach werden im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des EVS alle Verbandskommunen per Umlage zur Kasse gebeten. Die acht Kommunen, die die örtliche Müllabholung selbst organisieren, zahlen allerdings entsprechend weniger.
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