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Weniger Polizei bei Rockermord-Prozess in Kaiserslautern

Kaiserslautern. Die Polizei will die Sicherheitsvorkehrungen beim Kaiserslauterer Rocker-Prozess verringern. Sie geht davon aus, dass zum zweiten Verhandlungstag am Donnerstag nur noch „sehr wenige“ Angehörige der Motorrad-Clubs Hells Angels und Outlaws nach Kaiserslautern kommen. Deshalb werde die Polizei mit „deutlich reduzierten Einsatzkräften“ vor Ort sein, teilte sie am Dienstag mit. Dennoch werde man natürlich auf „denkbare Vorkommnisse“ vorbereitet sein. Damit sind wohl Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Gruppen gemeint.

Vor dem Landgericht müssen sich zwei Mitglieder der Hells Angels wegen Mordes verantworten. Sie sollen Ende Juni 2009 einen Regionalchef der Outlaws im Donnersbergkreis getötet haben. Zum Prozessauftakt kurz vor Weihnachten waren etwa 1000 Mitglieder beider Gruppen nach Kaiserslautern gekommen. Ein Großaufgebot der Polizei konnte Zusammenstöße weitgehend verhindern. Der Prozess wurde nach knapp einer Stunde vertagt, bislang ist noch nicht einmal die Anklage verlesen.

Am ersten Verhandlungstag war das Landgericht weiträumig abgesperrt worden. Diesmal soll die Absperrung auf den unmittelbaren Bereich um das Justizzentrum beschränkt werden. Am Eingang zum Gericht soll es aber erneut penible Kontrollen geben. Einer der beiden Angeklagten befindet sich in einem Zeugenschutzprogramm, er hatte nach der Bluttat ausgepackt.
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