Saarland, L 295 zwischen Wemmetsweiler und Heiligenwald, Unfallaufnahme, Vollsperrung (06:07)

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Weniger Unfälle durch Tempolimit erwartet

Auf allen Autobahnabschnitten im Saarland ohne Seitenstreifen gilt jetzt nach Angaben des Landesbetriebs für Straßenbau ein Tempolimit.

Auf allen Autobahnabschnitten im Saarland ohne Seitenstreifen gilt jetzt nach Angaben des Landesbetriebs für Straßenbau ein Tempolimit.

Homburg. Die A8 zwischen Limbach und Einöd soll sicherer werden: Ab sofort gelten dort Tempolimits, wie der Landesbetrieb für Straßenbau mitgeteilt hat. Auf der kurvenarmen Strecke seien viele Verkehrsteilnehmer zu schnell gefahren, so Sprecher Klaus Kosok. Eine Ursache für viele Unfälle. Allein in den vergangenen drei Jahren ereigneten sich auf dem Abschnitt 157 Karambolagen.

Die Sicherung der Unfallstellen habe wegen der geringen Straßenbreite große Probleme verursacht. Auf weiten Teilen der Strecke fehlten ausreichende Standstreifen, so Kossok. Polizei und Rettungsdienste hätten daher keine Möglichkeit, ihre Einsatzfahrzeuge sicher abzustellen. Unfallaufnahmen und Absicherung von Pannenfahrzeugen auf der Fahrbahn galten bisher als sehr riskante Manöver.

Viele Fahrer näherten sich Unfallwagen zu schnell, gefährdeten sich sowie das Leben der Einsatzkräfte, wie Kossok berichtet. Ähnliche problematisch erweise sich die Strecke für das Personal der Straßen- und Autobahnmeisterei bei Mäh- , Entwässerungs- und Gehölzrückschnittarbeiten oder der Instandsetzung von Straßenschäden.
Da diese Probleme mittelfristig nicht durch bauliche Veränderungen an der Strecke zu lösen seien, habe der Landesbetrieb für Straßenbau daher dem Antrag des Polizeibezirks Saar-Pfalz-Kreis entsprochen und Tempolimits verhängt. Zwischen Limbach und der Bliesbrücke, einem 1900 Meter langen Abschnitt ohne Standstreifen im Bereich der Brücken, gilt künftig Tempo 120 als zulässige Höchstgeschwindigkeit. Im weiteren Verlauf der Strecke bis zur Landesgrenze ist die Geschwindigkeit auf 100 Stundenkilometer beschränkt.

Die Entscheidung wurde in Absprache mit der Landespolizeidirektion und auf Empfehlung der Unfallkommission für Bundesautobahnen getroffen. Damit gilt nun auf allen saarländischen Autobahnabschnitten ohne Standstreifen einheitlich Tempo 100. Kossok geht davon aus, dass die Regelung zu einer erheblichen Verringerung der Unfallzahlen beitragen wird. rup
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