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Wenn es die Saarbrücker ans Wasser zieht: Eindrücke von einem Sonnentag auf und an der Saar

Auch das ein  oder andere Ausflugsschiff lockt zu einer Rundfahrt auf der Saar.

Auch das ein oder andere Ausflugsschiff lockt zu einer Rundfahrt auf der Saar.

Warteschlange am Treidelpfad unterhalb des Staatstheaters. An Sonnentagen in den Sommerferien kann man nicht eben mal eine Karte für die „Frohsina“ kaufen und es sich auf Deck bequem machen. „Schiffchenfahren“ wollen noch viele andere. Sie stehen geduldig an. Mütter, Väter, Kinder. Die Schleusenfahrt nach Güdingen ist so gut wie ausgebucht. Zwei Stunden lang werden die Fahrgäste oben in der prallen Sonne sitzen oder sich nach unten in den Schatten verziehen und durch die Scheibe auf die Saar und ihr Ufer schauen.

Entlang der Saar ist viel los. Nur wenige Meter vom Anlegeplatz der Ausflugsschiffe entfernt kann man Gummiboote mieten. Das Geschäft mit dem „Donuts“, in deren Mitte ein Grill befestigt ist, geht gut. Von einem Steg aus werden sie losgeschickt, hier werden sie auch geputzt und mit Getränken bestückt. Im Sommer ist natürlich Hochbetrieb. Aber Partyboote vermieten sich auch im Winter, dann eben mit Glühwein. Die Frohsina ist an den runden Gummibooten vorbeigetuckert, läuft an der Güdinger Schleuse ein. Hier stehen schon Schaulustige. Während das Schiff sich langsam hebt, plaudert der Schleusenwärter mit dem Kapitän. Der soll sich Zeit lassen mit dem Wenden, denn es ist ein weiteres Schiff an der Schleuse angemeldet. Für die „Frohsina“ beginnt bei der „Wilden Ente“ die Rückfahrt. An anderen Tagen fährt sie bis Saargemünd. In der Hitze des Sommersonntages erscheinen die Schattenplätze im Biergarten besonders begehrenswert. Enten und Gänse an der Saar stört die Sonne nicht. Tage wie dieser sind Festtage für sie, viele Spaziergänger haben Brot dabei. Die „Frohsina“ hat sich auf den Rückweg gemacht. Die Passagiere haben den Blick auf den Osthafen mit Silo, also auf einen der besonderen Orte der Stadt. Dort ist zwar schon der ein oder andere Platz besetzt, die Musik läuft, aber noch herrscht hier Entspannungszustand. Zum Sonnenuntergang werden mehr Menschen hierherkommen. Am Staden, der größten Liegewiese der Stadt, ist schon den ganzen Tag viel los. Das Autobahngebrumm stört eingefleischte Stadenbesucher nicht. Wasser , Wiese, Bäume – besser geht kaum. Wem es zu heiß wird, der nimmt unter einer der Brücken Platz. Beine baumeln lassen, Gelegenheit, sich die neuesten Graffiti anzuschauen. Als die Sonne den höchsten Punkt verlassen hat, ist die „Frohsina“ zurück an der Anlegestelle. Jetzt nutzt der Eisverkäufer seine Chance.

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