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Wenn in Burbach die "Guddzjer" fliegen

Mit jedem »Alleh Hopp!« werden
die Karnevalisten auf den Wagen
des Rosenmontagsumzuges
Guddzjer und andere Leckereien
unters Volk werfen.

Mit jedem »Alleh Hopp!« werden die Karnevalisten auf den Wagen des Rosenmontagsumzuges Guddzjer und andere Leckereien unters Volk werfen.

Burbach. Die Guddzjer machen natürlich den Löwenanteil des Wurfmaterials beim Rosenmontagszug aus. Anderthalb Tonnen Bonbons hat die Burbacher Karnevalsgesellschaft „Mir sin do“ (MSD), die den Umzug organisiert, für diesen Tag eingekauft – und zusätzlich noch 60 000 bunte Kokoskegel.

Ein Großteil davon kommt auf das legendäre Schiffsche, den großen Umzugswagen der MSD, der traditionell den Abschluss des Umzuges bildet. Einiges wird allerdings auch an die anderen Umzugsteilnehmer verteilt. Auch die „Kesselflicker“, die in diesem Jahr närrisches Jubiläum feiern, bieten traditionell einen großen Wagen auf und kaufen für den Rosenmontagsumzug ein. „Gummibärchen wird es auf jeden Fall geben“, informiert Ulrich Schacht, der Vorsitzende der 44 Jahre alten Altenkessler Karnevalsgesellschaft. Was noch dazu kommt, sei noch offen, es hänge zum Beispiel davon ab, was der Völklinger Großhändler demnächst im Angebot hat. Harte Gegenstände, wie Compact-Discs (CDs) oder Getränkedosen dürfen nicht geworfen werden. Der „Kesselflicker Prinzensekt“ ist aber auch viel zu schade, um ihn einfach so vom Wagen zu schleudern. Schacht: „Den werden wir hier und da aber gezielt verteilen.“

Einen großen Wagen bietet auch die Tanzschule Bootz- Ohlmann auf und dementsprechend viel Wurfmaterial ist mit an Bord. Tanzschulen-Leiter Ramon Gechnizdjani: „40 000 Chipstüten und 20 000-mal Popcorn haben wir zum Beispiel dabei.“ 10 000 Euro lasse sich die Tanzschule den Rosenmontagsumzug kosten, mehr als die Hälfte gehe dabei für das Wurfmaterial drauf. Als Stammkunde bekomme Gechnizdjani bei seinem Chipslieferanten Rabatt. Einige kleine Plüschfiguren und ein paar Miniatur- Discokugeln solle es ebenfalls vom Bootz-Ohlmann- Wagen regnen.

„Sicher betreiben wir dort auch Werbung für unsere Tanzschule“, sagt Gechnizdjani. Schließlich sei die Tanzschule mit der Saarbrücker Faasenacht eng verbunden, sie bereichere viele Kappensitzungen mit ihren Schautänzen. „Karneval ist für mich aber vor allem eine Herzensangelegenheit“, gesteht Gechnizdjani. Für die Faasenacht engagiere er sich auch ehrenamtlich: Vor zwei Jahren war er mit seiner Frau Silvia das Prinzenpaar der Großen Saarbrücker Karnevalsgesellschaft „M’r sin nit so“, und seit er das Zepter abgegeben habe, gehöre er deren geschäftsführendem Vorstand an – und zwar als Vizepräsident neben Albert Kindel.

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