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Wer will uns? Zwei Hunde und zwei Katzen suchen ein Zuhause

. Nichts überrascht mehr als die Fähigkeit eines Tieres, in einer neuen, guten Umgebung Mut zu schöpfen und sich dann wie verwandelt zu zeigen. Schildpattkatze Estefania hat sich im Bertha-Bruch- Tierheim von einem ängstlichen, verstörten Geschöpf zu einem verschmusten Wesen gewandelt, das seinen Betreuern viel Freude macht. Das bewundern jene umso mehr, die Estefanias Geschichte kennen. Katzen- Expertin Barbara Best kann sich noch gut erinnern, unter welchen Umständen das Katzenmädchen im Heim am Folsterweg landete. „Estefania kam mit einer großen Gruppe von Katzen zu uns. Die Besitzerin war leider plötzlich verstorben.“ Der Verlust des geliebten Menschen hatte schwerwiegende Folgen für die Tiere. Barbara Best erinnert sich: „Anfänglich waren alle Katzen sehr ängstlich und verstört. Sie hatten fast nur draußen gelebt und wenig Kontakt zu Menschen.“

Umso besser kommt Estefania heute mit Menschen klar. „Sie hat sich sehr gut eingewöhnt, streicht einem um die Beine, lässt sich gern streicheln und ist ganz verschmust. Sie kann sicher in eine Familie mit nicht zu kleinen Kindern, die ihr anfangs ein wenig Zeit lassen und sie nicht bedrängen. Die nächste Kandidatin, Stella, lebt in der Obhut des Vereins „Tiere in Not Saar“. Die etwa vier Jahre alte Mischlingshündin wurde in der georgischen Hauptstadt Tbilissi gefunden und dort ins Tierheim gebracht. Eine Hundeliebhaberin holte Stella ins Saarland.

Die Betreuer sind begeistert vom neuen, zutraulichen Schützling. „Stella hat keine Probleme mit Artgenossen, geht locker an der Leine und ist im Auto ein wahrer Profi.“

Neo, ein weiterer Schützling von Tiere in Not Saar, hat sich nach einer schweren Krankheit super erholt. Der Dogo Argentino hat in der Hundeschule gezeigt, dass er geistig wie körperlich ausgelastet werden muss, da er sonst auf dumme Gedanken kommt. Er braucht mindestens drei Spaziergänge am Tag und ein Grundstück, wo Platz für zusätzliche Bewegung ist.

Außerdem braucht Neo Menschen, die sich auf ihn einstimmen können, die Geduld haben und Zeit in Erziehungsarbeit, ohne Druck und Gewalt investieren wollen. Der weiße Riese lernt fix, reagiert auf kleinste Signale und möchte gern alles richtig machen – wenn er die Chance bekommt. Kurzum: Neo kann für die richtigen Menschen ein toller Begleiter sein.

Sweetie, eine bildschöne Siam- Mix-Katze, hat Diabetes. Da Tierquäler sie vor dem Heim in einer Box aussetzten, wissen die Betreuer nichts über ihre Herkunft. Die Katze erhält statt Insulinspritzen ein Diätfutter. Damit kommt sie gut zurecht. Geduld, Liebe und eine heimelige Atmosphäre würden ein Übriges tun, um aus Sweetie eine glückliche Katze zu machen.

STICHWORT

Tierschutz plus Geselligkeit bietet das Café Bertha im Saarbrücker Bertha- Bruch-Tierheim. Es öffnet an diesem Wochenende zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem Heimgelände am Folsterweg in Alt-Saarbrücken. Tierschützerin Monika Heik wirft dafür den Backofen an und serviert ihre Leckereien am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Januar, jeweils von 13 Uhr bis 17 Uhr. ole

Vereine sind die letzte Rettung für kranke Tiere

Die vier Notfälle, die wir heute in unserer Serie „Wer will mich?“ vorstellen, sind typisch für die Herausforderungen, denen sich Tierschützer stellen müssen. Sie helfen, sobald Menschen Hunde oder Katzen im Stich lassen. Die Hilfe wird umso schwieriger, wenn Tiere schwer krank sind.

Saarbrücken. Das Team des Tierheims und der Verein Tiere in Not Saar haben es oft mit kranken Schützlingen zu tun. Für diese sind nicht nur Geduld, Liebe und Sachverstand vonnöten. Sondern auch viele Euro. Immer wieder geben zum Beispiel Hundehalter, die kein Geld haben, ihre Tiere im Bertha- Bruch-Heim ab, um ihren verletzten oder chronisch kranken Gefährten helfen zu lassen.

Ähnlich verhält es sich mit den Fundtieren. Kaum ist ein ausgesetztes Tier in der Obhut der Heimmitarbeiter, stellt sich oft heraus, dass teure Operationen anstehen. So fanden Spaziergänger einen kleinen Hund, dessen Hüfte gebrochen war und der von Geburt an kranke Kniegelenke hatte. Die Operationen kosteten 1500 Euro. Und für die Behandlung des Dogo-Argentino-Rüden Neo, den wir in dieser Folge vorstellen, musste Tiere in Not Saar sogar rund 2000 Euro aufbringen. Neo war an einer schweren Infektion erkrankt und musste 14 Tage in eine Tierklinik. Nur deswegen ist Neo inzwischen kerngesund. ole  Mehr über die Tierheimschützlinge unter Tel. (06 81) 5 35 30, mehr über Neo bei Manuela Buchholz, Tel. (0 68 94) 8 92 99 03, Handy (0 16 34) 36 55 87, mehr über Stella bei Hanne Ibrahim, Tel. (0 68 98) 4 48 07 55.

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