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Wer wird was im Saarland?

Sparkassen-Präsident: Amtsinhaber Franz Josef Schumann, der frühere CDU-Landrat von St. Wendel, geht Ende 2013 in Ruhestand. Bislang steht nur fest, dass die hochdotierte Stelle mit einem geschätzten Jahresgehalt von 220.000 Euro trotz massiver Kritik der Opposition und anfänglicher Zweifel in der SPD wieder hauptamtlich besetzt werden soll. SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn sagte, Verwaltungsratsvorsitzende und Vorstandschefs verschiedener Sparkassen hätten ihm gesagt, gerade jetzt, wo unklar sei, wie es etwa mit der Landesbank weitergehe, brauche man diese hauptamtliche Funktion. Die CDU argumentiert, ein hauptamtlicher Sparkassen-Präsident sei erforderlich, um mit Blick auf die EU-Regulierung „die europapolitische Kompetenz“ der sieben Sparkassen zu bündeln.
Die Ländräte sind sich angeblich einig, dass es wieder jemand aus ihren Reihen werden soll. Pauluhn brachte den Landrat des Saarpfalz-Kreises, Clemens Lindemann (SPD), ins Gespräch. Lindemanns Nachteil ist, dass er bei seinem Amtsantritt bereits 66 Jahre alt wäre. Gute Chancen werden – selbst in SPD-Kreisen – auch CDU-Fraktionschef Klaus Meiser eingeräumt. Er könnte gleichzeitig auch Präsident des Landessportverbandes werden.

CDU-Parlamentsgeschäftsführer Tobias Hans will sich zwar nicht an Spekulationen beteiligen, räumt aber ein, dass es zwischen beiden Ämtern wegen der Sportförderung der Sparkassen „Synergie-Effekte“ geben könne. Interesse hat auch die Merziger Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (CDU) bekundet. Die Betriebswirtin und frühere Wirtschafts-Staatssekretärin sagte der SZ, der Posten sei „sicher eine Option“, da er ihren Interessen und ihrer Ausbildung entgegenkomme. Schlegel-Friedrich, die noch bis 2019 als Landrätin gewählt ist, hat dem Vernehmen nach aber schlechte Karten, weil sie bei ihren Amtskollegen nicht sonderlich beliebt sein soll und CDU-Landeschefin Annegret Kramp-Karrenbauer überdies keinen Landratsposten an die SPD verlieren will. Die Entscheidung fällt in einem Gremium aus Landräten und Sparkassenvorständen. Dort hat die SPD eine leichte Mehrheit.
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Rechnungshof: Präsident Manfred Plaetrich, ein CDU-Mann, geht im Frühjahr in Ruhestand. Da Christdemokraten in der Führung des Landesrechnungshofes bislang den Ton angeben, gilt es als sicher, dass Plaetrichs Nachfolger ein Sozialdemokrat wird. SPD-Mann Pauluhn versicherte, es gebe keine Vorfestlegungen. Er ergänzte jedoch: „Ich würde nicht ausschließen, dass das ein Sozialdemokrat oder eine Sozialdemokratin sein kann.“ Hier könnte Merzigs Oberbürgermeister Alfons Lauer (SPD) zum Zug kommen. Lauer sagte der SZ: „Ich beteilige mich an solchen Spekulationen nicht.“
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Landesvertretung: Die SPD hält es dem Vernehmen nach für „selbstverständlich und erforderlich“, dass ein Sozialdemokrat Leiter der Landesvertretung und damit ständiger Vertreter des Bevöllmächtigten des Landes in Berlin wird. Derzeit ist Jürgen Lennartz (CDU) Bevollmächtigter des Landes beim Bund und Chef der Staatskanzlei. „Man lernt im Moment (…), dass der Chef der Staatskanzlei nicht gleichzeitig in Saarbrücken und Berlin sein kann. Insofern muss man sich die Frage stellen, wie das Haus in Berlin zukünftig geleitet wird“, sagte Pauluhn. Die SPD beansprucht einen hohen Beamtenposten in der Landesvertretung auch, weil die SPD-Länder in Berlin keinen Ansprechpartner in der Saar-Vertretung haben, heißt es. Einen Anwärter für den Posten soll es aber noch nicht geben.
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