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Werden die Saarbrücker Studentenwohnheime verkauft und saniert?

Das Wohnheim D auf dem Campus steht derzeit leer. Foto: Uni

Das Wohnheim D auf dem Campus steht derzeit leer. Foto: Uni

Die landeseigene Wohnungsgesellschaft (Woge) Saar will alle sieben Studentenwohnheime des Studentenwerks und die beiden Wohnheime der Saar-Uni übernehmen und sanieren. Dazu will sie am Dienstag im Verwaltungsrat des Studentenwerks „ein wirtschaftliches, sich selbst tragendes Konzept zur Sicherung von nachhaltig geeignetem und bezahlbarem Wohnraum für Studierende“ präsentieren. Zur Höhe des Kaufangebots für die neun Häuser in Saarbrücken und Homburg wollte sich die Woge am Wochenende zunächst nicht äußern. Nach SZ-Informationen geht es jedoch um einen unteren zweistelligen Millionen-Betrag.

„Zur Realisierung des Konzeptes sind keine Landeszuschüsse erforderlich“, betonte Woge-Aufsichtsratschef und Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke ( SPD ). Die schnellstmögliche Nutzung des sanierungsbedürftigen Wohnheims D auf dem Saarbrücker Uni-Campus, das seit 2011 wegen Brandschutzmängeln geschlossen ist, habe „absolute Priorität“. Für Art und Umfang der Sanierung sei jedoch der zusätzliche Sanierungsbedarf zu berücksichtigen, der durch den langen Leerstand und das zwingend erforderliche Brandschutzgutachten entstehe. Eine Sanierung des Wohnheims D war in der Vergangenheit am Streit um die Kosten gescheitert – das Land hatte einen Millionen-Zuschuss dafür abgelehnt.

Nach Angaben der Wohnungsgesellschaft hatte die Landesregierung die Woge in der vergangenen Woche beauftragt, ein Kaufangebot für die Wohnheime zum Verkehrswert zu unterbreiten. Die Woge verwaltet derzeit rund 5600 Mietwohnungen im Saarland, davon 5300 eigene.

Barke teilte weiter mit, alle Sorgen und Bedenken gegen die Übernahme der Wohnheime durch die landeseigene Wohnungsgesellschaft seien unbegründet. „Die Woge garantiert, dass der Wohnraum für Studenten bezahlbar, qualitativ angemessen und nachhaltig ist – und das ohne Landeszuschüsse.“ Das Konzept garantiere außerdem, dass „die Gesamtmieten für drei Jahre nach dem vorgeschlagenen Übergang der Wohnheime in den Woge-Bestand konstant bleiben“. Bestehende Strukturen der studentischen Kultur in den Wohnheimen – etwa die Mitbestimmung der Studenten in einem Wohnheimrat – sollten erhalten bleiben. Außerdem biete die Woge an, dass die erforderlichen Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen „innerhalb von drei Jahren nach Übernahme aufwandsneutral und ohne Mieterhöhungen umgesetzt werden“. Darüber hinaus verspricht die Woge Nachhaltigkeit, zum Beispiel bei energetischen Maßnahmen, und die Übernahme des Fachpersonals.
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