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Werschweiler Storchenpaar verliert seinen Nachwuchs

Das Storchennest in Werschweiler ist seit Mittwochnachmittag verlassen. Foto: Otmar Becker

Das Storchennest in Werschweiler ist seit Mittwochnachmittag verlassen. Foto: Otmar Becker

Die Freude bei den Tierfreunden war groß, als Ende Mai ganz schüchtern der Nachwuchs von Storch Jean-Jacques und seiner neuen Gefährtin ihre Köpfchen im Nest reckten. Ob zwei oder drei Jungen geboren waren, rätselten die Beobachter in Werschweiler bis zuletzt.

 

Jetzt erreichte die Redaktion eine traurige Nachricht aus dem Ostertal. Die Babystörche sind tot. Wie Naturfotograf Otmar Becker berichtet, macht die derzeitige Witterungslagen den Störchen das Leben schwer. „Überall hört man, dass Störche ihre Brut nicht oder nicht ganz durchbringen und die Horste verlassen“, so Becker. Nun habe es auch Werschweiler erwischt. Noch am Dienstag hat der Niederkircher einen der Störche am Horst in Werschweiler beobachtet. Am späten Nachmittag habe das Tier Nestmaterial aus dem Nest geworfen. Typisches Aufräumverhalten, wie der erfahrene Storchen-Beobachter weiß. Zu diesem Zeitpunkt schien die Welt in Werschweiler noch in Ordnung. Am Mittwochnachmittag dann der Schock: Das Nest ist verlassen. Anwohner berichteten Becker, dass das Storchenpaar bis Mittwochmittag am Horst war. Dann verließen die Tiere gemeinsam das Nest und flogen davon. Wohin, ist ungewiss.

 

Nach mehr als 100 Jahren kamen im vergangenen Frühjahr erstmals wieder Storchenjungen im Landkreis St. Wendel zur Welt (wir berichteten). Mit Beginn des Frühlings warteten Tierfreunde auf die Rückkehr Adebars und auf Nachwuchs. Den gab es auch, doch hat er nicht überlebt.

 

„Nasses und kaltes Wetter bedroht die Küken, da ihr Gefieder noch nicht so dicht ist, dass sie der Kälte trotzen können“, erklärt Otmar Becker. Die Altvögel könnten sich zwar schützend über den Nachwuchs stellen, aber die Nester sind vom Regen dermaßen durchnässt, dass – so vermutet Becker – die Jungen wohl dem Kältetod zum Opfer gefallen sind.
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