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Wertstoffhof Saarbrücken: Sperrmüll entsorgen und Kompost kaufen

Ob Kinderfahrrad oder altes Spielzeug: Auf dem Wertstoffhof  Am Holzbrunnen in Saarbrücken kann man alles loswerden.

Ob Kinderfahrrad oder altes Spielzeug: Auf dem Wertstoffhof Am Holzbrunnen in Saarbrücken kann man alles loswerden.

Joachim Schmitt fährt mit seinem Auto in die Halle, um seinen Sperrmüll abzuladen. Spielzeug muss raus „Ich habe hier Spielzeug und einen Roller von meinem Sohn, der Zustand ist einwandfrei. Da mein Sohn jetzt aus dem Alter raus ist, habe ich altes Spielzeug die ganze Zeit über im Keller gelagert. Jetzt mache ich Großputz und habe mir gedacht: weg damit!“ Was Schmitt als Krempel bezeichnet, entkommt dem Weg zur Sperrmüllpresse und findet vielleicht bald schon einen neuen Besitzer. „Bei diesem Wetter bekommt man einfach Lust, sauber zu machen“, verrät uns der Vater. Im Wertstoffhof können Bürger nicht nur Dinge wegwerfen, die sie nicht mehr brauchen. Sachen, die noch gut erhalten sind, werden dann zur gegenüberliegenden „Wertstatt“ des Zentrums für Bildung und Beruf Saar GmbH (ZBB) gebracht, wo die Sachen gegebenenfalls aufbereitet und zum Verkauf bereitgestellt werden. Im Durchschnitt finden täglich etwa 300 Anlieferer und deren Gerümpel den Weg zu den großen Containern Am Holzbrunnen 4. „Gerade bei schönem Wetter oder zu Beginn der Gartensaison ist besonders viel los“, sagt Heike Latic, Leiterin des Wertstoffzentrums.

Mitarbeiter Thomas Becker erklärt: „Jeder Fahrer muss sich zunächst einmal bei der Wertstoffannahme anmelden. Er gibt an, welche Materialien er geladen hat, was von unseren Mitarbeitern noch einmal kontrolliert wird. Je nachdem, ob kostenpflichtiges oder kostenfreies Material geladen ist, nennen wir dem Kunden einen Preis. Wenn dieser mit dem von uns genannten Preis einverstanden ist, schicken wir ihn zu den jeweiligen Containern.“

In der großen Halle befinden sich Container für die unterschiedlichsten Wertstoffe, unter anderem zwei Wertstoffpressen. Zum Teil können hier die Kunden ihren Schrott selbst abladen. „Wenn die Sachen besonders schwer sind, hilft einer unserer Mitarbeiter natürlich gerne beim Tragen“, fügt Pressesprecherin Judith Pirrot hinzu. Egal ob Haushaltsgerät, Matratze, Druckerkartusche, oder Schrank; alles wird in die dafür vorgesehenen Behälter sortiert. „Hier werden beispielsweise nur Monitore gelagert“, erzählt Pirrot und zeigt auf einen weiteren Container.

Sie lächelt resigniert, als sie eine Friteuse erblickt und erklärt: „Leider schaffen es die Leute nicht immer, alles ordnungsgemäß abzuladen oder sind schlichtweg zu faul. Dann liegt es an den Mitarbeitern, die ‚Fehlwürfe’ wieder zu den richtigen Containern zu bringen.“

Es komme auch immer wieder vor, dass Bürger unerwünschte Materialien abladen. „Zum Beispiel nehmen wir kein Motoröl an. Trotzdem hat ein Mitarbeiter zwischen zwei Containern einen Kanister gefunden, den jemand unerlaubt dort abgeladen hat. So etwas ist zwar ärgerlich, kommt aber nun mal vor“, sagt Mitarbeiter Becker.

Aber das sind Einzelfälle. Meist kommen Menschen, die froh seien, dass der Müll wiederverwertet wird. Werner Wennekers steht vor der großen Halle, wo Grünabfälle gesammelt werden. Er aber hat heute nichts zu entsorgen, sondern lädt Kompost in sein Auto: „Bei dem wunderbaren Wetter habe ich unseren Rasen vertikutiert und kaufe mir hier Kompost, um den neu gemachten Rasen aufzufrischen.“ Den zertifizierten Kompost, der nur Grünschnitt enthält, bekommt das Wertstoffzentrum regelmäßig von der Kompostieranlage in Gersweiler. Gerade wird ein neuer Container geliefert, denn der günstige Kompost ist sehr beliebt. Auch Gert Heil kommt regelmäßig zum Wertstoffhof, um Sperrmüll abzuladen. Heute entsorgt er seine Grünabfälle.

„Ich habe wochenlang im Garten gearbeitet“, erzählt er uns und ist der Meinung, dass der Wertstoffhof besser sei, als den Sperrmüll zu bestellen: „Hier wird eindeutig besser getrennt.“

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