A6 Kaiserslautern Richtung Metz/Saarbrücken AS Homburg Unfall, Gefahr durch Bergungsarbeiten (19.09.2017, 22:06)

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Wetter: Wintermärchen ohne Salz

Saarbrücken. Schuld ist Jennifer. Das gleichnamige Tiefdruckgebiet war in der Nacht zum Donnerstag mit Schnee und Glatteis im Gepäck über weite Teile Deutschlands hinweggefegt. Im Saarland kam es daraufhin laut Polizei zu einigen wenigen witterungsbedingten Verkehrsunfällen. Es blieb jedoch bei Blechschäden. Auch auf dem Flughafen Ensheim wurden lediglich „leichte Verspätungen" gemeldet, witterungsbedingte Flugausfälle gab es nach Angaben eines Sprechers nicht. Busfahrten gestalteten sich da schon schwieriger: Am Morgen fielen in vereinzelten Orten in Höhenlagen die Busverbindungen aus. Bis zum Mittag hatte sich die Situation allerdings wieder entspannt. Die Polizei mahnte jedoch zu Vorsicht und langsameren Fahren. Doch wer jetzt meint, erleichtert aufatmen zu können, hat sich getäuscht. Schuld ist diesmal Keziban. Wieder ein Tiefdruckgebiet – feucht-kalt und mit jeder Menge Schnee in der Hinterhand, wie der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes zu entnehmen ist.

Derweil spitzt sich der Mangel an Streusalz im Land weiter zu. Etliche Kommunen stehen bereits mit nahezu leeren Händen da, wie eine Umfrage unserer Zeitung ergab. Gestreut werden deshalb vielerorts nur noch Hauptstraßen. Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) in Neunkirchen räumt und streut nur noch Autobahnen. Bundes- und Landstraßen werden zwar ebenfalls geräumt, aber nur noch an gefährlichen Streckenabschnitten wie scharfen Kurven oder Steigungen gestreut (wir berichteten). Haushalten heißt die Devise. „Winterdienst de luxe war gestern", sagt LfS-Sprecher Klaus Kosok. Und: „Es ist nicht so, dass wir oder das Land an den Ausgaben für Streusalz spart. Nur wir können doch jetzt nicht alles, was wir noch an Vorräten haben, auf die Straßen streuen und dann beim nächsten Schneefall mit leeren Händen da stehen." Splitt statt Streusalz auszubringen, nennt Kosok übrigens keine echte Alternative. Denn Splitt sei nur bei geringer Schneehöhe effektiv, verstopfe die Abwasserkanäle, führe zu Lackschäden an Autos und müsse nach dem Winter wieder von der Straße gekehrt werden.

Eine Alternative für das im Handel derzeit meist ausverkaufte Streusalz ist Splitt oder Granulat aber allemal, will man den Gehweg vor der eigenen Haustür streuen. Doch auch hier gibt’s bereits Engpässe. Nach übereinstimmenden Angaben der Baumarkt-Ketten Praktiker, Bauhaus und Hornbach ist Streusalz ausverkauft, und Granulat- und Splitt-Vorräte sind fast aufgebraucht. jos

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