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Wetterkapriolen beim St. Wendeler Stadtfest: Nach Sonnenfete am Freitag schwemmt Regen die Partystimmung weg

Unterm Regenschirm hatte dieser Besucher am Sonntag auf dem Schlossplatz freien Blick auf den Musikverein Winterbach. FOTOs (4): B&K

Unterm Regenschirm hatte dieser Besucher am Sonntag auf dem Schlossplatz freien Blick auf den Musikverein Winterbach. FOTOs (4): B&K

Gut gelaunt strömten am Freitagabend bei bestem Partywetter die Menschen zum 34. Stadtfest in die Kreisstadt. 24 Stunden später sah das völlig anders aus. Im Dauerregen suchten sich die Besucher ein trockenes Plätzchen. Die waren schnell besetzt, weshalb viele durchnässt wieder den Heimweg antraten. „Es war ein Trauerspiel, eine Katastrophe“, sagte Ernst Urmetzer, Vorsitzender des St. Wendeler Jazzförderkreises. Dieser präsentiert das Programm auf der Bühne im Magdalenenhof. Dort habe man vor spärlichem Publikum am Samstag die Auftritte von Get The Cat und Schmagges durchgezogen.

 

Als tags zuvor an gleicher Stelle die Welt noch in Ordnung war, forderte die Band Oku & The Reggaerockers: „Die Sonne scheint heut Nacht, es ist Party machen angesagt“. Von der Bühne durch die Gasse bis zur Balduinstraße hinauf hüpften, tanzten und feierten glückliche Menschen. „Hätte nicht besser laufen können“, schwärmte Urmetzer.

 

Punkt 21 Uhr spielte der französische Kicker Antoine Griezmann auf der Großleinwand neben dem Dom die Kugel nach links. Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich und das gemeinsame Fußballschauen in St. Wendel ist eröffnet. Ein paar Meter weiter warb die Formation 4D auf der Fruchtmarkt-Bühne mit Geschenken um ihr Publikum. „Wer näher an die Bühne kommt, kriegt eine CD von uns geschenkt“, animierte der 4D-Sänger.

 

Mit zweistimmigem Gesang ließen später die Schwestern Laura und Vicky Maas die neugierige Besuchermasse aufhorchen. Egal ob ein früher Elvis Presley , die späte Janis Joplin oder ein verträumter Otis Redding : Die weiblichen Rockröhren der Formation Maas Attack vereinten mit Leichtigkeit bekannte Blues-, Funk- und Rocksongs in ihrer Show.

 

Mit beliebten Hits beschallte die Band Katana die Partygäste auf dem bestens gefüllten Schlossplatz. Ihr Repertoire reichte zurück bis zum 1973er-Werk „Long train running“ von den Doobie Brothers bis zum neuzeitlichen Reggae- und Dancehallmix der Berliner Musikgruppe Seeed.

 

Nicht im offiziellen Programm der Stadtfete aufgelistet, aber trotzdem ein Treffer: Der Auftritt von Buhää & The Rhabarbers auf der Gassenbühne am Restaurant La Wendel . „Wir machen das in Eigenregie, die Bühne wird von der Stadt zur Verfügung gestellt“, erklärte La Wendel-Inhaber Udo Schmitt. Der Stadtverwaltung habe er rechtzeitig die Konzerttermine mitgeteilt. „Vor zwei Monaten hieß es schon, die Flyer wären bereits gedruckt“, berichtete Schmitt. Egal. Bei der anonymen Sause von Buhää & Co drängelte sich die Feiergeneration in die erste Reihe.

 

Gleichzeitig rockten die St. Wendeler Nachwuchsbands am Freitag in der Mott auf einer geräumigen Bühne fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Den Wettbewerb WND-Band-Battle am Samstag gewann die Deutschrockband 4Fliegen aus Saarbrücken. „Der Regen hat mir die Gitarre verstimmt“, entschuldigte sich 4Fliegen-Sänger Johannes Donner.

 

Dennoch verteilte die Jury mehr als 90 Punkte für Originalität und Kreativität an an die Band. Eine Formation aus dem Kreis war nicht am Start. „Zwei Bands hatten sich beworben, aber von der Qualität sind sie noch nicht so weit, um beim Wettbewerb mitzuhalten“, erklärte Band-Battle-Jurymitglied Volker Peter. Der abschließende Sonntag bot eine Wettermischung aus dem beiden zurückliegenden Tagen. Mal lachte die Sonne über der Kreisstadt, mal weinte der Himmel bitterlich.
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