L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Wetterlage macht Landwirten im Kreis Saarlouis zu schaffen

Bei einer Überprüfung der Butterpreise in den Regalen von Supermärkten und Discountern fällt auf, dass ein halbes Pfund Butter so billig wie noch nie ist. So kostete in der Vorwoche ein Päckchen Süßrahmbutter beim billigsten Anbieter 79 Cent. Der Verbraucher wird sich angesichts des Preises die Hände reiben, der Erzeuger des Grundstoffs Milch, der Bauer nämlich, wird dagegen eher die Faust in der Tasche ballen. Denn, so klagt die Kreisvorsitzende Theresia Croon: „Mit 21 Cent für den Liter Milch kommen die Milchbauern auf Dauer nicht über die Runden. Sie brauchen 40 Cent, damit sie sorgenfrei wirtschaften können. Der derzeitige Preis ist eine Schande.“

Weltwirtschaftslage ist fatal

Die Ursachen für den Preisverfall sieht Croon in der Weltwirtschaftslage mit dem Embargo gegen Russland und den zerrütteten Zuständen in mehreren Ländern des Nahen Ostens. Sie sagt: „Am besten für die Landwirtschaft wäre eine friedliche Welt, in der jeder mit jedem Handel treiben kann. Alle Menschen sollten sich landwirtschaftliche Produkte leisten können.“

Die im Kreis erzeugte Milch wird überwiegend an die Hochwald-Milch in Thalfang geliefert. Einige Bauern , wie zum Beispiel Johann Schedler in Gresaubach, vermarkten die Milch zusätzlich noch direkt auf dem Hof.
So hat der Besitzer des Dionshofs an seinem Anwesen eine sogenannte „Milchtankstelle“ eingerichtet. Dies ist nichts anderes als ein Automat, an dem jeder literweise Milch abfüllen kann.
Schedler erklärt, dass er den Verlust infolge des niedrigen Preises mit der Selbstvermarktung nicht wettmachen kann. Neben den Milchpreisen bereitet den Bauern auch die derzeitige Wetterlage großen Kummer.

Wetter tut sein übriges

Croon berichtet: Nach den vielen nasskalten Tagen der vergangenen Monate hat sich die Lage durch die häufigen Starkregenfälle noch verschärft: „Die Wiesen und Äcker sind mit Wasser vollgesogen, sodass ein Befahren kaum möglich ist.“ Die Grasernte zur Heugewinnung, die Anfang Juni beginnt, musste verschoben werden. Die Folge: Die Qualität des Trockenfutters wird sich verringern. „Wir brauchen mindestens eine Woche trockenes Wetter“, sagt Croon. „Wenn nicht, gerät die Ernte in Gefahr.“
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