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Wie Saar-Politiker online Wahlkampf machen

    Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hatte sich das soziale Netzwerk Facebook besonderer Beliebtheit bei den Kandidaten erfreut. Sowohl Barack Obama und Hillary Clinton von den Demokraten als auch John McCain und Sarah Palin von den Republikanern hielten hier ihre Unterstützer fast täglich auf dem Laufenden. Sei es mit Rundbriefen oder kurzen Nachrichten auf der persönlichen Startseite der Facebook-Nutzer. Die Spitzenkandidaten im saarländischen Landtagswahlkampf nutzen Facebook dagegen recht zurückhaltend. Nur Heiko Maas (SPD), Christoph Hartmann (FDP) und Hubert Ulrich (Grüne) sind hier vertreten.

Am stärksten von den Dreien ist Hartmann engagiert: Neben einem privaten Profil, auf dem er mit 411 Freunden verlinkt ist, hat er eine offizielle Informationsseite zur seiner Arbeit als Politiker eingestellt. Diese besteht bislang jedoch nur aus einem einzigen Aufruf vom 21. April: „Bitte alle Unterstützer werden!!“ Bislang sind dem 47 Personen gefolgt. Heiko Maas kann auf seinem offiziellen Profil dagegen 337 Befürworter für seine Person begeistern. Fotos und Videos gibt es hier, zudem stellt Maas Links zu Interview-Veröffentlichungen und ähnlichem ein. Hubert Ulrich wiederum nutzt Facebook dagegen offenbar lediglich privat: Auf seinem öffentlich nicht einsehbaren Profil ist er mit fünf Freunden verlinkt.
   
Noch weniger können sich die saarländischen Kandidaten anscheinend für Twitter begeistern. Unlängst war das Mikro-Blog in die Schlagzeilen geraten, als Bundestagsabgeordnete das Ergbnis der Bundespräsidentenwahl noch vor der offiziellen Verkündung „herausgezwitschert“ hatten. Hier sind nur Heiko Maas und Christoph Hartmann angemeldet. Der Inhalt: ein Mix aus Wahlkampf-Informationen und persönlichen Mini-Anekdoten. So sendet Maas an seine 32 Anhänger zum Beispiel am 16. Juli, dass er „nacher in einem tonstudio einen wahlsong aufnehmen“ soll. Wobei er selbstkritisch bemerkt: „ich soll also singen!!! der wahlkampf wird jetzt endgültig grenzwertig“. Hartmann erfreut seine 59 Anhänger am 27. Juni dagegen mit der Nachricht, dass er sich gerade beim Fußballspiel im Homburger Waldstadion einen dicken Daumen geholt hätte, „weil ich als Torwart(!) nen Ball draufbekam . . .“.

Und wie halten es die Kandidaten mit der Internet-Plattform „Wer kennt wen?“ Oskar Lafontaine sucht man dort vergebens. Auch Peter Müller ist nicht persönlich registriert, wohl aber sein Peter-Müller-Team. Und das hat nach eigenen Angaben zurzeit 1799 Mitglieder. Damit hat die CDU nicht nur in den Meinungsumfragen, sondern auch bei der Online-Präsenz etwas die Nase vorn. Konkurrent Heiko Maas – der allerdings mit eigenem Profil angemeldet ist – kommt auf 1726 Kontakte. Anlass genug für Maas „für Eure großartige Unterstützung in den letzten Wochen“ zu danken. „Mittlerweile habe ich sogar die Grenze von 1700 FreundInnen durchbrochen. Darüber freue ich mich riesig. So soll es weitergehen.“ Grünen-Chef Hubert Ulrich verzeichnet auf seiner Seite immerhin 1559 Kontakte, Christoph Hartmann 1368. Auf dessen Seite erfährt man auch, was der FDP-Chef in der nächsten Zeit vorhat: Am 14. September nimmt er am „Internationalen Tag der Liebe“ in Überall im Spreewald teil, und am 20. September wird er zum Weltkindertag nach Köln reisen. Wozu das Internet doch alles gut ist.  Inga Catharina Thomas und Jörg Wingertszahn   
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