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Wie „Tierliebe“ Taubenhass schürt

Saarbrücken. Futternachschub gibt's jeden Morgen an der Alten Brücke. Die gefiederten Nutznießer sind ruck, zuck da. Tauben trippeln und flattern herbei und picken alles in sich hinein, was ihnen gerade hingestreut wurde. Unserem Leser-Reporter dreht sich der Magen um. „Dieser Schandfleck sollte beseitigt werden. Dort lagen neben Müll verwesende Taubenkadaver, aus denen sich Kolkraben Fleischstücke herausrissen – wenigstens die räumen auf.“

Stadtpressesprecher Thomas Blug macht klar: „Das Füttern von Tauben ist nicht nur illegal, es hat negative Auswirkungen, die auch für Taubenliebhaber nicht wünschenswert sein können.“ Zum einen mache ungeeignetes Futter die Tauben krank. „Zum anderen bleiben die Tiere, wo gefüttert wird, und verschmutzen erheblich Fassaden, Gehwege und Straßen. Dies verstärkt zudem die ablehnende Haltung vieler Menschen gegenüber Tauben, was diesen natürlich wiederum schadet.“ Sprich: Falsch verstandene Tierliebe kann Taubenhass noch schüren. Es gebe bessere Wege, Tauben zu helfen. „Seit 2005 locken wir mit unseren Partnern vom Verein ,Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner' Tauben mit geeignetem Futter zu speziellen Häusern. Dort werden die Tiere mit Wasser und Körnern versorgt und können brüten. Eier werden durch Gips-Attrappen ausgetauscht, um die Vermehrung zu kontrollieren.“ Zusätzliches Füttern außerhalb der Häuser gefährde diese Arbeit. Deshalb sei außer an Taubenhäusern Füttern verboten. Bei Missachtung drohe ein Bußgeld.

2008 habe der Kommunale Ordnungsdienst acht Verfahren eingeleitet. In drei besonders schweren Fällen, als die Betroffenen taschenweise Futter anschleppten, seien sogar Bußgelder zwischen 80 und 150 Euro verhängt worden.

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Frank Kohler
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