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Wie bitte? Blond-Trend beweist angeblich Ende der Wirtschaftskrise

Laut Kosmetikkonzern Garnier geben  Frauenwieder mehr Geld fürs Haarefärben aus. Ein Beweis für das Ende der Wirtschaftskrise?

Laut Kosmetikkonzern Garnier geben Frauenwieder mehr Geld fürs Haarefärben aus. Ein Beweis für das Ende der Wirtschaftskrise?

Saarbrücken. Die englische Zeitung „The Sun“ hat es herausgefunden: Der Kosmetikkonzern Garnier verkauft wieder deutlich mehr Blondierungsmittel als noch vor einem Jahr. 3500 Frauen wurden im Auftrag des Unternehmens befragt. War 2009 bei ihnen noch Kastanienbraun der Bestseller unter den Haarfärbecremes, so ist 2010 Naturblond der Renner. Für die Fachleute ist klar: Frauen geben wieder mehr Geld fürs Haarefärben aus. Garnier-Sprecher Trevor Halls: „Nur wenn es der Wirtschaft gut geht, wechseln Frauen zu Blond, denn man muss die Farbe aller zwei Wochen auffrischen.“

Dunkler Ansatz schimmert schon nach wenigen Tagen  durch

Blonde Haare sind nämlich teuer, wenn man sie nicht von Natur aus besitzt. Ein dunkler Ansatz schimmert schon nach wenigen Tagen wieder durch. Und nichts wirkt hässlicher als ein dunkler Scheitel, wenn der Rest vom Schopf hell ist. Färbemittel kosten im Drogeriemarkt zwar nur wenige Euro, doch wer verhindern möchte, dass der Kopf am Ende fleckig oder gar orange ist, der geht lieber zum Friseur. Das ist zwar kostspieliger, liefert aber aufgrund verschiedener Techniken ein perfektes Ergebnis.

Blond je nach Hauttyp

Friseurmeister Nico Ganster aus St. Ingbert kennt die Wünsche der Frauen. Er hatte gerade eine Kundin, die ihre Haarfarbe von „dunkel“ auf „hell“ wechseln möchte. „Bei Frauen mit dunklerem Teint und einer Naturfarbe zwischen Schwarz und Hellbraun empfehle ich eher Haarfarben, die nicht ganz so hell, also maximal mittelblond sind“, erklärt Ganster. „Oftmals bietet sich auch eine wärmere Nuancierung an wie Gold oder Kupfer. Alternativ kann ich aber auch sehr gut mit Painting und Strähnen arbeiten. Ich erhalte eine gewisse Farbtiefe und setze ganz natürliche Aufhellungen zur Spitze hin.“ Mit heller Haut und hellen Augen ist es wesentlich leichter, Blondine zu werden. „Oftmals passen zu diesen Frauen richtig helle bis ganz kühle Blondtöne. Das sieht super edel aus“, findet der Friseurmeister. „Auch hier sind Painting und Strähnen mehr als nur eine Alternative.“ Der Experte erklärt, warum: „Bei jeder Haarfarbe habe ich, um das Bild wirklich wertig zu halten, einen Rhythmus von maximal sechs Wochen bis zum Nachfärben.

Painting oder Strähnen sehen oftmals natürlicher, wie nachgewachsen aus, und die Kundin hat locker drei Monate bis zum nächsten Friseurbesuch.“ Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Haar, denn das wird durch die regelmäßige Behandlung beansprucht.

Vorsicht bei Shampoos

Eine echte Herausforderung besteht, wenn bereits gefärbte Haare aufgehellt werden sollen und dazu noch ein Ansatz vorhanden ist. Ganster: „In einem solchen Fall müssen erst Längen und Spitzen der Haare mit einer Spezial-Farbbehandlung, einer sogenannten Softblondierung oder einem Bleaching, von der vorhandenen, zu dunklen Haarfarbe befreit werden. Diese Behandlung kann zeitintensiv sein, garantiert aber eine schonende Aufhellung.“

Viele „echte“ Blondinen greifen unterdessen zu Farbshampoos, die einen perfekten Blondton garantieren sollen. Ganster ist da skeptisch: „Die natürliche und die gefärbte Haarfarbe wird durch die Pigmente in den Haaren gebildet. Mit Shampoo lagere ich nur wenige zusätzliche Farbstoffe um das Haar an. „Zusätzlich“ heißt aber auch immer dunkler. „ Ein Farbshampoo kann nie eine Farbe heller machen oder sie auch nur so erscheinen lassen.“

 Der Blond-Markt boomt

Doch der Blond-Markt boomt. Garnier geht laut „The Sun“ davon aus, dass sich der Umsatz an Blondierungscremes in den nächsten Monaten verdreifachen wird. Blond versprüht nach Einschätzung der Markt-Experten Optimismus und Weiblichkeit. Attribute, die eine gewisse Selbstsicherheit fordern und in Zeiten der Krise offenbar lange brach gelegen haben.

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