L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Wie geht es weiter mit dem Gänselieselfest?

Nachrichten aus der Region Neunkirchen.

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Spiesen. „Ein totes Pferd soll man nicht weiter reiten wollen, das sehe ich ein“, sagte der Spiesener Ortsvorsteher Thomas Thiel (CDU). Doch noch sei das „Pferd“ – gemeint ist das Spieser Gänselieselfest – nicht tot. Und Thiel will ihm wieder auf die Beine helfen. Wiederholt hatte das Fest mit schlechtem Wetter, sinkender Teilnehmerzahl und mäßigem Besucherinteresse zu kämpfen. Daher hatte Thiel Vereine und interessierte Bürger zu einer Diskussionsrunde zum Thema Gänselieselfest am Mittwochabend eingeladen. „Völlig ergebnisoffen“ sollten Meinungen ausgetauscht werden, ob überhaupt und wie es mit dem Fest weitergehen könnte. Ein Entschluss soll erst nach reiflichen Überlegungen innerhalb der Vereine und Verbände bei einem zweiten Treffen im September gefasst werden.

Klaus Schuh (FWG) schlug vor, mit einem „Glaspalast“, einem gläsernen Zelt, einen regionalen Anziehungspunkt zu setzen. Das Fest solle dabei vom Bereich an der Kirche auf den Festplatz zurückverlegt werden. Abends könne der Glaspalast mit farbigem Licht eindrucksvoll gestaltet werden. „Das zieht die Leute an!“, ist Schuh überzeugt. Der Getränkeausschank würde von allen teilnehmenden Vereinen gemeinsam in der Zeltmitte übernommen. In ringförmig um den Glaspalast angeordneten Ständen könnten die Vereine und eventuell auch gewerbliche Teilnehmer Speisen anbieten.

„Mit dem Glaszelt wären wir unabhängiger vom Wetter und durch den gemeinsamen Ausschank könnten auch Vereine mit wenig Personal teilnehmen“, unterstützte Thiel die Idee. Denn Personalmangel bei den Vereinen ist die Hauptursache der sinkenden Teilnehmerzahl beim Gänselieselfest. Jürgen Altmeyer (Freiwillige Feuerwehr), Klaus Reichard (Karnevalsverein Alleh-Hopp) und andere zweifelten am Erfolg eines Glaszeltes. „Für mich ist das Gänselieselfest ein Straßenfest.

Bei schlechtem Wetter kommen die Leute ohnehin nicht und bei schönem Wetter will sich niemand in ein Zelt setzen“, so Reichard. Dennis Ditz (FDP) gab zu bedenken, dass bei einer Verlegung des Veranstaltungsortes darauf geachtet werden müsse, dass der Platz auch ausgefüllt werden kann. Den Bezug zum bäuerlichen Brauchtum durch das Gänseliesel würde Hans Klemmer (Feierhexe Spiesen) gerne durch eine Zusammenlegung mit Erntedank unterstreichen. Auch wegen des Wetters sei bei einem Glaszelt eine Termin-Verlegung in den frühen Herbst sinnvoll, stimmte Wolfgang Wolter (SV Borussia) zu. Björn Matheis (Festausschuss Spiesen) und Carsten Busch (Bogengilde Rödgestal) warben für eine Zusammenlegung mit der Kirmes, um mit einem größeren Fest mehr Leute von außerhalb anzuziehen.

Ein attraktives Unterhaltungsprogramm, etwa mit Talent- oder Kochwettbewerben oder Gesprächsrunden mit „Promis“ der Region schlug Franz Ambos (CDU) vor. Dieter Blankenagel gab bekannt, zum wie auch immer gearteten nächsten Gänselieselfest, werde der Heimatverein eine Ausstellung über die örtlichen Vereine organisieren.

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