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Wie geht es weiter mit der Barmer GEK im Saarland?

Mit großer Sorge hat die Gewerkschaft Verdi Saar auf die Umstrukturierungspläne der Barmer GEK mit Stellenstreichungen und Schließung von Geschäftsstellen reagiert. Auch im Saarland werden „in erheblichem Umfang hoch qualifizierte Arbeitsplätze verloren“ gehen, befürchtet Michael Quetting, der für die Beschäftigten der Krankenkassen zuständig ist. „Die Leute haben Angst.“ Noch sei es zu früh, den Stellenabbau hierzulande zu beziffern, „im schlimmsten Fall könnte die Zahl aber dreistellig sein“.

Insgesamt hat die Barmer GEK nach eigenen Angaben im Saarland acht Geschäftsstellen mit rund 200 Beschäftigten. Wie viele von ihnen von den Umstrukturierungsplänen betroffen sein werden, will die Krankenkasse im Sommer bekannt geben, schätzungsweise im Juli, sagte Axel Wunsch, Sprecher der Barmer GEK. Quetting kündigte Widerstand gegen den Stellenabbau an. Es drohe „ein Ausverkauf im Land“ angesichts des Trends bei den Krankenkassen, ihre Standorte in Ballungszentren zu konzentrieren. Denn auch die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) zieht sich teilweise aus dem Saarland zurück und will im Herbst ihr Regionalzentrum in Saarbrücken schließen. Dadurch würden 40 Arbeitsplätze verloren gehen, sagte der Gewerkschafter.

Die IKK Südwest plant derzeit keine Stellenstreichungen oder Schließungen von Geschäftsstellen. „Wir wollen die persönliche Präsenz für unsere Kunden vielmehr noch ausbauen“, sagte Pressesprecher Martin Reinicke. So sei in Saarlouis 2013 eine große Servicestelle eröffnet worden. Bei der Dillinger Hütte sei ein persönlicher Ansprechpartner für die Mitarbeiter eingerichtet worden. Bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland sollen die derzeit 3600 Mitarbeiter ebenfalls erhalten bleiben, teilte Sprecher Norbert Bentz mit. Im Saarland stehen den 200 000 Versicherten 14 Geschäftsstellen zur Verfügung.

Gleichwohl war auch die Versicherungslandschaft in der Region zuletzt in Bewegung. Die beiden Ortskrankenkassen (AOK) im Saarland und Rheinland- Pfalz wurden 2011 fusioniert, Anfang 2012 war es dann offiziell. Einen regionalen Schwerpunkt haben auch die Betriebskrankenkassen (BKK) von Ford und des Getriebebauers ZF. 90 Prozent der rund 6000 Ford-Mitarbeiter an der Saar sind inzwischen bei der Pronova BKK versichert. Ähnlich verhält es sich mit der BKK ZF & Partner. mast/mzt/low

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