A8 Saarlouis Richtung Neunkirchen Zwischen AS Heusweiler und Kreuz Saarbrücken Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn, Gefahr durch defektes Fahrzeug totes Tier auf der Überholspur (21.11.2017, 23:34)

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Wie gehts weiter: Saarlouis Royals in der Zwickmühle

Saarlouis. Mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft endete am vergangenen Samstag die erfolgreichste Saison in der bisherigen Geschichte der Saarlouis Royals. Nach dem Erreichen des Europapokal-Halbfinales und den Titelverteidigungen in Pokal und Bundesliga sind die Basketballfrauen aus Saarlouis die unumstrittene Nummer eins in Deutschland. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, fordert Meistertrainer René Spandauw eine Professionalisierung des Royals-Managements: „Wir brauchen einen hauptamtlichen Manager, der unsere Erfolge vermarktet und das Optimum rausholt. Sonst haben wir keine Chance, uns weiter zu entwickeln“, sagt der 51-Jährige. Insbesondere mit Blick auf die Akquirierung von Sponsorengeldern sieht er den richtigen Zeitpunkt für eine Umstrukturierung des Managements gekommen: „Wir haben durch die Erfolge jetzt die beste Ausgangslage dafür.“

Manakova und Bär von europäischen Topclubs umworben

Derzeit haben die Royals mit Jürgen Mohr einen ehrenamtlichen Geschäftsführer, der sich momentan mitten in den Vertragsverhandlungen für die Saison 2010/2011 befindet. Außer Stina Barnert und Tyresa Smith hat keine der 16 Spielerinnen dieser Saison einen gültiges Vertrag für die kommende Spielzeit. Zudem werden die Stützen Petra Manakova und Kapitän Romy Bär von europäischen Topclubs umworben. „Wir können den Spielerinnen nur einen Bruchteil dessen bieten, was sie bei diesen Vereinen verdienen können. Das ist zwar traurig, aber wahr“, sagt Mohr, der sich nicht weiter zum Stand der Verhandlungen äußern möchte. René Spandauw sagt zu einem möglichen Wechsel Romy Bärs: „Ich denke, es gibt eine realistische Chance, dass Romy auch in der nächsten Saison wieder für die Royals spielt. Aber wir können sie nur halten, wenn wir wieder im Europapokal antreten.“

Und im Europapokal anzutreten, waren die Royals in dieser Saison auf einen Zuschuss des Förderausschusses Spitzensport angewiesen, der sich nach Informationen auf etwa 50000 Euro belaufen hat. Ob es eine ähnliche Finanzspritze für die Teilnahme am „Eurocup Women“ auch in der kommenden Saison geben wird, konnte Thorsten Klein, Sprecher des saarländischen Sportministeriums, nicht bestätigen. Bisher sei keine Anfrage des Vereins im Ministerium angekommen. Wenn es noch dazu kommt, „müssen wir sehen, wie wir dabei helfen können“, sagte Klein.

"Was wir hier leisten, ist einzigartig"

So wie sich die Spielerinnen in das Blickfeld internationaler Vereine gespielt haben, rückte auch der Trainer auf die Wunschzettel so manches Clubs. „Auch mir liegen Angebote aus dem Ausland vor, und ich könnte trotz meines bis 2013 laufenden Vertrages vorzeitig wechseln. Aber ich will nicht. Was wir hier leisten, ist einzigartig“, bekennt sich René Spandauw zum Verein.

Um die langfristig an der Spitze Deutschlands zu halten, setzt sich Spandauw neben der Professionalisierung auch für eine umfangreiche Ausdehnung der Jugendarbeit ein: „Mich würde ein Basketball-Internat oder ähnliches reizen. Das wäre ein Riesenschritt nach vorne“, sagt der Diplom-Sportmanager und ergänzt: „Wenn wir nicht aufpassen, werden wir noch Opfer unseres eigenen Erfolgs. Sportlich sind wir in der Entwicklung schneller als erwartet. Organisatorisch hinken wir hinterher.“

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