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Wie geht's weiter mit dem Saarbrücker Nauwieser Viertel?

Eine der beliebtesten Ecken im Nauwieser Viertel.

Eine der beliebtesten Ecken im Nauwieser Viertel.

Wenn alles so läuft, wie Lieselotte Hartmann sich das vorstellt, werden im Nauwieser Viertel bald viele Menschen feststellen: „Der Nachbar ist eigentlich ein netter Kerl.“ Lieselotte Hartmann ist Sprecherin der Initiative Nauwieser Viertel. Und sie findet, dass es besser ist, „gemeinsam über Verbesserungen zu reden, als übereinander zu schimpfen“. Deshalb will die Initiative unter anderem im September ein großes Frühstück auf dem Ophüls-Platz organisieren. Ziel sei es, „das besondere Milieu zu erhalten“, diese „Mischung aus Dorf und Stadt“, erklärte Hartmann vor einigen Tagen vor Hausbesitzern. Die hatte die Stadtverwaltung eingeladen, um darüber zu reden, wie die Eigentümer ihre „Immobilien weiterentwickeln“ können. Die Stadt sei dabei „Dienstleister“, erklärte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

Man habe da gute Erfahrungen in der Bahnhofstraße gemacht. Als dort klar gewesen sei, dass die ehemalige Bergwerksdirektion zusammen mit der alten Saar-Galerie zum großen Einkaufszentrum umgebaut werden soll, habe man das mit den Hausbesitzern der Bahnhofstraße besprochen. Das Ergebnis: Um die Geschäftsstraße konkurrenzfähig zu halten, haben Hauseigentümer investiert.

Was für Britz die Bahnhofstraße ist, ist für Lieselotte Im Sommer vergangenen Jahres hat der Stadtrat eine zweijährige Veränderungssperre fürs Nauwieser Viertel beschlossen. Das bedeutet nicht, dass sich dort bis Sommer 2014 nichts tut. Die Arbeit der Initiative Nauwieser Viertel kommt in Gang. Und die Stadtverwaltung sucht den Kontakt zu den Hauseigentümern. Hartmann die Mainzer Straße: ein Vorbild. Die Initiative dort habe viel erreicht. Man werde zusammen mit den Leuten aus der Mainzer Straße einen Vorschlag machen, wie man das Parken in den beiden Vierteln neu regeln kann. Britz habe bereits zugesagt, ein Expertengremium einzuberufen, das die Vorschläge dann prüft. „Wir hoffen, dass die Experten experimentierfreudig sind“, sagt Hartmann.

Auch Monika Kunz, die Leiterin des Stadtplanungsamts, schaut, wenn sie über die Entwicklung des Nauwieser Viertels nachdenkt, ins Quartier Mainzer Straße. In der Mainzer Straße, erklärte sie, seien bereits einige Häuser saniert worden, Wohnraum sei attraktiver gemacht worden. Und Geschäftsleute werben dort gemeinsam.

Häuser sanieren und Wohnraum aufwerten sei trotz der Veränderungssperre möglich, betonte Kunz. Über Fragen wie die, wo gewerbliche Nutzung möglich ist, entscheidet der Bebauungsplan, der im Frühjahr 2014 durch den Stadtrat soll und wohl im Sommer 2014 rechtskräftig sei. Nach der Sommerpause will die Stadtverwaltung alle Betroffenen zu einer großen Veranstaltung einladen und ausführlich informieren. „Bürgerbeteiligung ist keine Einbahnstraße“, erklärte die Oberbürgermeisterin den Hausbesitzern aber schonmal.

Das gelte auch für das große Thema Sauberkeit. Nur die Stadtreinigung rauszuschicken reiche nicht. Die Eigentümer selbst seien verpflichtet, vor ihren Häusern sauber zu machen. Initiative und Stadtverwaltung sind sich einig: Es gehe nur gemeinsam. Und man müsse, wie Britz es formulierte, „die Balance im Viertel finden“. Aus der Initiative kam dazu der Wunsch an die Hauseigentümer, es „mit den Mieten nicht zu übertreiben“.

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