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Wieder Hochwasser in Sulzbach – Feuerwehr und THW mehrere Stunden im Einsatz

Heftige Regengüsse sorgten am Sonntag erneut für Überflutungen in der Sulzbachtalstraße. Die Anwohner dort hatten gerade erst ihre Keller ausgeräumt, da kam schon wieder die große Flut. Foto: Becker & Bredel

Heftige Regengüsse sorgten am Sonntag erneut für Überflutungen in der Sulzbachtalstraße. Die Anwohner dort hatten gerade erst ihre Keller ausgeräumt, da kam schon wieder die große Flut. Foto: Becker & Bredel

Es ging ganz schnell, so war es von allen Seiten der Anlieger aus der Sulzbachtalstraße und Liebergallshaus zu hören. Kurz nach 17 Uhr, kam es am Sonntag im Regionalverband Saarbrücken erneut zu starken Regenfällen. Insbesondere war hier, nach Angaben von Rafael Mailänder, Pressesprecher der Freiwillige Feuerwehr im Regionalverband, wieder Sulzbach betroffen.

 

Der Sulzbach wurde innerhalb weniger Minuten zum reißenden Fluss und trat weit über dem Normalstand über die Ufer, was erneut zu mehreren überfluteten Kellern in der Sulzbachtalstraße, im Bereich Liebergallhaus, führte. Bereits sehr frühzeitig wurden durch die Haupteinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr die Einsatzkräfte alarmiert, die zunächst im Gerätehaus in Sulzbach in Zusammenarbeit mit dem THW eine technische Einsatzleitung einrichteten. Hier kamen über Fax alle gemeldeten Einsätze an und wurden entsprechend an die bereitstehenden Einsatzkräfte weitergeleitet. Wegen der Einsatzlage an Liebergallhaus wurde hier ein zweiter Einsatzabschnitt gebildet, wo man zur Koordination eine zusätzliche technische Einsatzleitung durch den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Alt-Saarbrücken bildete. Während in diesem Bereich Löschbezirke der Feuerwehr Saarbrücken tätig wurden, kamen die alarmierten Wehren aus Quierschied, Friedrichsthal, Völklingen, Püttlingen und Riegelsberg in der Sulzbachtalstraße, in der Straße ,,Auf der Schmelz“ (Salzbrunnen-Gelände), Am Torhaus in Hühnerfeld, in der Moorbachstraße und Am Turnerheim zum Einsatz. In der Straße Liebergallshaus konnte dank des schnellen Einsatzes von Sandsäcken das Eindringen der Wassermassen in ein Haus verhindert werden. Mit fahrbaren Pumpen und Einsatzfahrzeugen stand das THW anfangs unmittelbar in der bis dahin noch gering überflutenden Sulzbachtalstraße, um Keller auszupumpen, musste diese jedoch wegen des schnellen Anstiegs des Sulzbachs kurzzeitig räumen. Noch während das Wasser langsam zurückging, kamen durch die alarmierten Feuerwehrkräfte und das THW aus Sulzbach , Friedrichsthal und Illingen entlang der Sulzbachtalstraße mehrere Pumpen zum Einsatz.

 

Die Straße ,,Am Torhaus“ in Hühnerfeld wurde von den Regenmassen derart unterspült, dass diese komplett gesperrt werden musste. Betroffen auch die Straße ,,Zur Tannenburg“. Hier setzten sich an einem Hang Geröllmassen in Bewegung, was ebenso zur Sperrung führte. Mit einem Wechselladerfahrzeug der Berufsfeuerwehr Saarbrücken und durch das THW Spiesen-Elversberg wurden Sandsäcke zur Einsatzstelle gebracht. Um auch den Brandschutz in der Stadt sicherzustellen, waren hier zwei Saarbrücker Löschbezirke und die Drehleiter der Feuerwehr Sulzbach in Bereitschaft, mussten aber nicht ausrücken.

 

Über das erneute Ausmaß des Hochwassers informierte sich auch Bürgermeister Michael Adam im Gespräch mit Wehrführer Matthias Petak. Die Bilanz nach Feierabend: Abgearbeitet werden mussten insgesamt 41 Einsätze, bei denen 210 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW bis in die frühen Morgenstunden damit beschäftigt waren, Keller auszupumpen und anschließend Fahrzeuge und Gerät wieder in einsatzbereiten Zustand zu versetzen. Auch Bauhof-Mitarbeiter waren im Einsatz. In seiner Sondersitzung am heutigen Dienstag (7. Juni) befasst sich um 17 Uhr im Rathaus-Festsaal der Sulzbacher Stadtrat mit der Hochwassersituation. Die Verwaltung hat inzwischen einen Spendenfonds eingerichtet. Auf Vorschlag von Bürgermeister Michael Adam sollen in diesem Fonds neben eingehenden Spenden von der Stadt 20 000 Euro bereitgestellt werden. Laut Adam haben sich nach den beiden Hochwasser-Ereignissen am 28. Mai und 5. Juni bei Gesprächen bereits Firmen und Institutionen bereiterklärt, ebenfalls die von der Flut Betroffenen zu unterstützen. Über die Verteilung des Geldes soll auf Vorschlag der Verwaltung ein zehnköpfiges Gremium entscheiden. Es soll aus fünf Vertretern der im Rat vertretenen Fraktionen sowie aus kirchlichen und sonstigen Institutionen bestehen. Wer helfen möchte, kann unter dem Verwendungszweck „Hochwasser 378019“ auf das Konto der Stadt überweisen.

 

Sparkasse Saarbrücken IBAN DE21 5905 0101 0003 5801 07; Vereinigte Volksbank IBAN : DE57 5909 2000 8000 0300 08; Hypo Vereinsbank IBAN : DE25 5902 0090 0006 6501 04; Bank 1 Saar e.G. IBAN :DE46 5919 0000 0004 4200 04; Postbank Saarbrücken IBAN : DE93 5901 0066 0002 3286 62

 

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