A6 Metz/Saarbrücken - Kaiserslautern Zwischen AS Saarbrücken-Fechingen und AS Sankt Ingbert-West in beiden Richtungen Vollsperrung Derzeit Rückstau A6 in FR Saarbrücken bis in Höhe AS Rohrbach; auf der A620 in FR A6 Mannheim bis AS Saarbrücken-Gersweiler. Die Polizei bittet den Bereich weiträumig zu umfahren. (15:30)

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Wieder Smog im Saarland

Saarbrücken. Die Werte für die Schadstoffbelastung der Luft sind übers Wochenende im Saarland deutlich nach oben geschnellt. Wie aus der nebenstehenden Grafik des Umweltbundesamts hervorgeht, lagen die Schadstoffwerte am Sonntag in weiten Teilen Süddeutschlands durchweg auf einem erhöhten Niveau.

Ferner wurde, wie die Aufzeichnungen des saarländischen Umweltministeriums nachweisen, am Sonntag eine Feinstaub-Belastung von 137 Millionstel Gramm (Mikrogramm) pro Kubikmeter Luft in Fraulautern gemessen, wogegen der Grenzwert deutlich niedriger liegt, nämlich bei 50 Mikrogramm. Während der Landesvorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND), Joachim Götz, die Umweltbehörden dazu auffordert, die Öffentlichkeit auf die problematische Smog-Wetterlage aufmerksam zu machen, weist das Umweltministerium ein solches Ansinnen zurück. Die Staubbelastung sei ausschließlich auf die Wetterlage zurückzuführen. Wenn, wie angekündigt, Mitte der Woche Niederschläge einsetzten, sei der ganze Spuk wieder vorbei.

Unterdessen gab der für Atemwegserkrankungen und Umweltmedizin verantwortliche Experte an der Homburger Universitätsklinik, Professor Gerhard W. Sybrecht, im Gespräch mit unserer Zeitung die Empfehlung, bei dieser Art von Luftbelastung von großen körperlichen Anstrengungen im Freien abzusehen. Denn, so Sybrecht: „Je mehr man sich bewegt, umso mehr Staub atmet man auch ein.“

Der Sprecher des saarländischen Umweltministeriums Marcus Klein sagte unserer Zeitung, es sei überflüssig, für die Smog-Situation eine spezielle Warnung herauszugeben: „Das, was wir hier beobachten, hängt ausschließlich und allein mit der Wetterlage zusammen. Für Mittwoch ist bereits Regen angekündigt, dann besteht ohnehin keine Gefährdung mehr.“

Die Smog-Regelung früherer Jahre ist inzwischen durch die Feinstaub-Regelung der Europäischen Union abgelöst worden. Danach gilt ein Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft, der jedoch an 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. Vor allem ist keine Warnung vorgesehen, auch bei hohen Werten.
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