L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Wieder mehr Wildunfälle im Saarland - Wildwarner sollen helfen

Saarbrücken. Auf den saarländischen Straßen haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Wildunfälle ereignet. Laut Landespolizeipräsidium wurden bis Ende September 2543 Unfälle mit Wildbeteiligung registriert.

Das sind 335 mehr als im Vorjahr und entspricht somit einem Anstieg um 15 Prozent. Auch in Rheinland-Pfalz ist die Situation vergleichbar. Dort kam es laut Südwestdeutschem Rundfunk besonders zwischen Waldgebieten und Feldern vermehrt zu Wildunfällen. Bei den Kfz-Versicherern zeigt sich ein ähnliches Bild. Alois Schnitzer, Pressesprecher der Huk-Coburg, berichtet: „Vergleicht man unsere Zahlen aus 2011 und 2012, gibt es einen Anstieg um neun Prozent, was Zusammenstöße mit Tieren betrifft.“

Bernd Kiefer von den Saarland Versicherungen beziffert den Zuwachs um zwölf Prozent und empfiehlt Auto- und Motorradfahrern besonders in der Dämmerung auf Tiere zu achten und entsprechend aufmerksam zu fahren. Wenn Wild auf der Fahrbahn auftaucht, rät Andreas Ahrenbeck von der HDI-Versicherung zur Einhaltung einiger Grundregeln. Wichtig sei sofortiges Abbremsen sowie Hupen und das Einschalten von Abblendlicht. Wenn ein Zusammenstoß nicht zu verhindern ist, sollte man voll auf die Bremse treten, das Lenkrad festhalten und versuchen, das Tier nicht frontal, sondern seitlich zu treffen.

Zur Minimierung von Unfällen dieser Art testet das Wirtschaftsministerium seit September auf saarländischen Landes- und Bundesstraßen ein System von Wildwarnern. Torsten Bischoff, Pressesprecher des Wirtschaftsministeriums, erklärt: „Wildunfälle haben unseren Recherchenzufolge mehrere Ursachen. Wir vermuten vor allem die ansteigende Wildpopulation sowie den verstärkten landwirtschaftlichen Anbau ,wildfreundlicher‘ Produkte, die sowohl als Nahrung als auch als Rückzugsgebiete dienen.“ Auch die Missachtung von entsprechenden Warnschildern über Wildwechsel könnten laut Bischoff ein Grund für die erhöhten Unfallzahlen sein.

Nach Angaben des Ministeriums werden die neuen Wildwarner an den Leitpfosten neben der Straße befestigt. Sie warnen das Wild vor Autofahrern, in dem sie das Scheinwerferlicht rechts neben die Straße reflektieren und die Tiere damit abschrecken. Neben diesen rein optischen Geräten gibt es auch Warner, die zusätzlich ein akustisches Signal ausstoßen. Insgesamt wurden im Saarland 530 Wildwarner angeschafft. Die Kosten dafür beziffert das Wirtschaftsministerium auf rund 5000 Euro. Im Vergleich dazu haben Wildunfälle in den vergangenen Jahren Sachschäden in Höhe von über 13 Millionen Euro verursacht. ds

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