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Wiedergenesener Puclin führt FCS zum Heimerfolg

Symbolfoto.

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Der Applaus war warm und hoch verdient. Als David Puclin, Mittelfeldspieler des 1. FC Saarbrücken , am Samstag nach 83 Minuten das Feld verließ, erhoben sich viele der 3377 Zuschauer von ihren Plätzen. Beim 3:1(2:0)-Erfolg des FCS gegen Neckarelz zeigte Puclin eine starke Rückkehr. „Natürlich war es ein Schock für mich, als ich vor drei Wochen von der Unterfunktion meiner Schilddrüse erfuhr“, erzählte der 23-jährige Kroate, „aber die Pillen wirken. Ich bin sehr glücklich, dass mir heute ein gutes Spiel gelungen ist.“

Nach einer halben Stunde besorgte Puclin das 1:0. Nach einer Ecke von Sven Sökler klärten die Gäste eher schlampig, Jan Fießer brachte den Ball erneut in die Mitte. Wieder war die Abwehr nicht konsequent – dafür aber Puclin. Seine Direktabnahme landete im rechten unteren Eck. „David ist eine echte Bereicherung“, lobte Sökler, „seine Dynamik und seine Schnelligkeit tun uns gut.“ Kurz nach der Führung zeigte Puclin, dass er auch Defensivqualitäten besitzt. Nach einem Laufduell holte der Saarbrücker dem Ex-Elversberger Abedin Krasniqi mit einem sauberen Tackling den Ball vom Fuß.

Mit dem Ball am Fuß ist Puclin auch für Außergewöhnliches gut. Mit einem überlegten Hackentrick spielte er unter starkem Gegnerdruck Solomon Okoronkwo an, der aber vom plötzlich entstandenen Freiraum zu überrascht war und das Spielgerät verstolperte (39. Minute). 180 Sekunden später erhöhte Sökler nach schönem Pass von Alexandre Mendy auf 2:0. Auch beim 3:0 (63.) mischte Puclin wieder mit. Sökler hatte den eingewechselten Felix Luz angespielt. Der klemmte den Ball, legte quer auf den Kroaten. Doch statt im Strafraum den Abschluss zu suchen, ließ Puclin zum heranstürmenden Sökler prallen, der nicht lange fackelte. So schön kann Fußball sein.

„Danach ging bei einigen die Klappe runter“, ärgerte sich FCS-Trainer Falko Götz , dass seine Mannschaft im Gefühl des sicheren Sieges gleich drei Gänge zurückschaltete. Fießer riss Ugur Bayazal zu Boden, den fälligen Strafstoß verwandelte Urgutan Kizilyar zum 3:1-Endstand. Nach einem weiteren unnötigen Foul an der Mittellinie (87.) sah Fießer – wie zuvor der Neckarelzer Niklas Tasky wegen Handspiels (85.) – die Gelb-Rote Karte. Der FCS-Kapitän wird beim nächsten Spiel bei Astoria Waldorf damit ebenso fehlen wie Abwehrchef Peter Chrappan (fünfte Gelbe Karte). „Natürlich sind das wichtige Spieler, aber unser Aufgebot ist groß und gut besetzt“, sagte Doppeltorschütze Sökler, „da müssen halt jetzt andere diese Aufgaben übernehmen.“

Dass es nach Spielschluss Pfiffe für das Nachlassen gab, ärgerte Sökler mehr als seinen Trainer. „Pfiffe haben die Bayern auch, wenn sie nur 2:1 gewinnen, darum ordne ich das ein wie Pep Guardiola“, sagte FCS-Trainer Götz, „das interessiert mich, wenn wir 3:1 gewinnen, wenig. Die Erwartungshaltung ist hoch, aber man sollte auch respektvoll mit dem Gegner umgehen.“
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