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Wildernde Hunde reißen in Ludweiler ein trächtiges Reh

Der Kadaver ist frisch, die Ricke ist erst kurz vor der Aufnahme zu Tode gekommen. Auf grausame Art, sie ist zerfleischt bis auf die Eingeweide. Scharfe Zähne haben dem trächtigen Tier den Nachwuchs aus dem Leib gezerrt – ein Fötus, bereits als Rehkitz zu erkennen, liegt quer über dem offenen Brustkorb.

Bernd Müller, Jagdpächter in Ludweiler , hat die schockierenden Bilder an die  Redaktion der Saarbrücker Zeitung  geschickt. Am Dienstag, berichtet er am Telefon, haben er und eine Mit-Jägerin die tote Ricke in ihrem Jagdrevier gefunden. Und zwar auf der „Großen Waldwiese“ in Richtung Werbelner Bach. Das trächtige Reh sei von wildernden Hunden gerissen worden, das sei eindeutig, sagt er voller Zorn. Hundebesitzer müssten doch wissen, dass Brut- und Setzzeit sei und deshalb für die Vierbeiner Leinenzwang gelte, fügt er hinzu.

Jagdpächter Müller hat die Völklinger Polizei über den Vorfall informiert. Auf  Nachfrage teilen die Beamten mit, dass sie ermitteln wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz . Müller will es dabei nicht bewenden lassen, sondern „Ach-der-tut-doch-nichts“-Hundebesitzer auf drastische Weise mahnen, was geschehen kann, wenn sie ihre Tiere frei laufen lassen. Er will die Schock-Fotos laminieren und sie aufhängen an einem Waldparkplatz, von dem aus Hunde-Spaziergänge häufig starten.

Hinweise bitte an die Polizei Völklingen, Tel. (0 68 98) 20 20.

 

Zum Thema:
 
Hunde dürfen nach § 33 des Saarländischen Jagdgesetzes während der Brut- und Setzzeit vom 1. März bis 30. Juni nur unangeleint im Wald laufen, wenn sie „zuverlässig“ auf Wegen bleiben. Für normale Haushunde bedeutet das Leinenzwang. dd
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