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Wildschweine in Stadtnähe werden zum Problem



Saarbrücken.
Wildschweine seien intelligent und merkten daher, dass sie im stadtnahen Bereich sowie auf Bergehalden in der Regel nicht bejagt werden, sagt der Abteilungsleiter im Umweltministerium, Arnold Ludes. Es gebe nicht mehr Wildschweine, sie würden sich nur öfter dort aufhalten.

:: Autofahrern wird empfohlen

Früher hätte man die Tiere fast ausschließlich in größeren Wäldern getroffen. Nach Angaben von Ludes, der auch Präsident der saarländischen Tierärztekammer ist, wurden im Jagdjahr 2007/2008 exakt 4858 Tiere erlegt. Im Jahr davor wurden 3500 abgeschossen. Das ist nicht einmal die Hälfte der 7500 Wildschweine, die Jäger 2003/2004 erlegt hatten. Aufgrund der wachsenden Probleme in der Nähe von Städten erlaubt die Landesregierung neuerdings auch die Jagd am Stadtrand. Dies sei etwa in Saarbrücken-Rastpfuhl der Fall. Nun wird nach Möglichkeiten gesucht, die Jagd auch auf Berghalden, wie auf der Halde Saint Charles in Großrosseln, zuzulassen.

Außerdem soll die Zahl der Schweine durch eine scharfe Bejagung deutlich reduziert werden. Jungtiere sollten die Jäger möglichst zu 100 Prozent erlegen, während die Leitbachen geschont werden müssten. Ludes empfiehlt Bewohnern, die mit Wildschweinen zu kämpfen haben, stabile Zäune an ihren Gärten anzubringen und auf Komposthaufen zu verzichten, da die Tiere diese besonders schmackhaft finden. Außerdem empfiehlt er Waldgängern, keinesfalls vom Weg abzuweichen. Dann könne ihnen auch nichts passieren. Die Tiere würden sowieso vor Menschen flüchten, da sie diese als Feinde ansähen.

Wer im Wald von einem Wildschwein angegriffen werde, solle schnellstmöglich den nächsten Baum hochklettern. Gefährlich seien aber nur verletzte Tiere oder Bachen, die ihren Nachwuchs schützen wollten. Bevor man Wildschweine sehe würde man sie meist riechen. Typisch ist ein intensiver Maggi-Geruch. szn/akl 
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