A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Saarlouis-Steinrausch und AS Dillingen-Süd Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn Akkuschrauber (13:06)

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Wildtier-Stiftung kritisiert saarländisches Jagdgesetz

Saarbrücken. Wie der Geschäftsführer der Wildtier-Stiftung, Hilmar Freiherr von Münchhausen, mitteilte, liege es in der Natur von Rothirschen, dass sie gerne wanderten, um sich fortzupflanzen oder neue Lebensräume zu erobern. Doch während Rothirsche im deutschen Norden wandern dürften, müssten sie im Süden außerhalb ihrer Reservate bzw. Rotwildbezirke abgeschossen werden: „Das ist Gesetz.“ In einem offenen Brief an Umweltministerin Simone Peter (Grüne) schreibt Münchhausen: „Rotwild besiedelt im Saarland nur 15 Prozent der Waldfläche. Mit einer Wiedereinführung der Rotwildbezirke würde der Lebensraum eingeengt und der jagdpolitische Rückwärtsgang eingelegt.“



Dagegen sagte gestern die Pressesprecherin des Umweltministeriums, Sabine Schorr, die Kritik der Wildtier-Stiftung beziehe sich auf einen inzwischen überholten Entwurf des Jagdgesetzes. Es gehe im Saarland nicht um die Einführung von Rotwildbezirken, sondern um ein „Lebensraum-Modellprojekt“ für das Rotwild. Danach sollen Wanderkorridore für die Hirsche zwischen dem nördlichen Saarland und dem Pfälzer Wald entstehen. Damit sollten die Lebensräume für das Rotwild stärker vernetzt werden. Ferner werde ein Interessenausgleich zwischen Wald und Jagd angestrebt. Zum Stand des Verfahrens sagte Schorr, dass der Gesetzentwurf sich noch in der Abstimmung befinde und entsprechend verändert werde.

Demnächst gehe er in die externe Anhörung, bis zur Sommerpause läge er dem Parlament vor. gf

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