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Winter ist zurück: Über 70 Unfälle im Saarland heute

Saarbrücken/Homburg/Bexbach/Kirkel. Eigentlich, sollte man denken, konnte dieser Winter schon mit ausreichend Schnee aufwarten. Doch nach den vergangenen Wochen hatten sich viele wohl daran gewöhnt, ohne das typische Weiß auszukommen. Nachdem sich der Schnee am Sonntag bereits angekündigt hatte, kam der Winter nun gestern deutlich zurück und das sorgte am Vormittag für teils erhebliche Behinderungen.

Zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen verzeichnete die Polizei, allein 15 in Homburg bis 9.30 Uhr, Lastwagen standen quer und in manchen Stadtteilen ging erst einmal gar nichts mehr (siehe auch weiteren Text auf dieser Seite). Manche glaubten gar, dass auch die Winterdienste überrascht worden wären, da die Straßen auch am späteren Vormittag immer noch nicht schneefrei waren.

Das bestätigte der Sprecher des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS), Klaus Kosok. „Wir hängen am Datennetz des Deutschen Wetterdienstes, da wurden fast keine Niederschläge vorausgesagt“, erklärte er. Rund um Homburg seien ab Sonntagabend vier Streufahrzeuge des LfS unterwegs gewesen. Seit Montagmorgen seien weitere sechs bis acht Streufahrzeuge von Fremdunternehmen auf den Bundes- und Landstraßen hinzugekommen, da man gemerkt habe, dass die vier Fahrzeuge nicht ausreichen. „Das Problem war nicht der Schnee. Unter der Schneeschicht ist der angetaute Schnee zu Eis geworden“, sagte Kosok.

„Wir waren ab vier Uhr mit knapp 50 Mann unterwegs“, informierte Jens Motsch, stellvertretender Leiter des Homburger Baubetriebshofes, auf Anfrage.  Auch er bestätigte: weniger der Schnee, sondern in erster Linie Eis, habe ihnen zu schaffen gemacht. „Es hat so schnell und stramm gefroren, dass das Salz“ zunächst keine Wirkung gezeigt habe. Erst im zweiten oder dritten Durchgang sei es gelungen, die ein bis eineinhalb Zentimeter dicke Eisschicht wirksam zu bekämpfen. Zudem seien die Räumfahrzeuge selbst nur schlecht durchgekommen. Je mehr der Berufsverkehr zugenommen habe, desto schwieriger sei das geworden. Am späten Vormittag habe sich die Lage aber beruhigt.

Auch in Kirkel war natürlich der Winterdienst im Einsatz, bestätigte gestern der Leiter des Bauhofs- und Friedhofsbetriebs Christof Weis. Zu Einzelheiten konnte er allerdings keine Auskunft geben.
In Bexbach, sagte der städtische Beigeordnete Wolfgang Imbsweiler, sei man mit dem Wintereinbruch „recht gut zurechtgekommen“. Der Streudienst sei ab kurz nach vier Uhr rausgefahren. „Wir hatten“, so Imbsweiler weiter, „ein bisschen mehr zu tun“, weil der LfS einige Straßen nicht mehr streue. „Das haben wir selbst gemacht.“ Salz, unterstrich der Beigeordnete, gebe es erst einmal genug.

Wegen des Schnees und vor allem in Teilen spiegelglatten Straßen kam es zum Teil zu chaotischen Verhältnissen.  Das wurde verschärft durch ausgefallene Ampeln: in Homburg an der Bexbacher Straße/Richard-Wagner-Straße und in Bexbach an der Ecke Bahnhofstraße/Rathausstraße, hieß es bei der Polizei auf Anfrage.


Ganz erhebliche Verkehrsbehinderungen gab es etwa in Schwarzenbach als ab etwa 6.30 Uhr ein Lkw wegen Eisglätte auf der B.423 an der Steigung quer stand, teilte die Polizei gestern weiter mit. Die Autos hätten sich in Folge weit zurückgestaut. Auch im Kreisel in Kirkel, den man von Rohrbach kommend erreicht, habe Glatteis für Behinderungen gesorgt. Allein hier gab es zwei Unfälle. Um 5.38 Uhr war zudem die A.8 betroffen, als es hier bei Limbach zu einem Unfall kam.

Allein 15 Unfälle zählte die Polizei in Homburg zwischen etwa 5.40 Uhr und 9.30 Uhr – fünf davon im Stadtgebiet, der Rest in den Stadtteilen. Zwei Unfälle wurden auch in Bexbach registriert, ein dritter gegen 11.27 Uhr zwischen Münchwies und Frankenholz.

Zu einer Massenkarambolage wegen Glatteis kam es zudem in der Ortsmitte von Waldmohr, wo nach Angaben der dortigen Polizei gegen sieben Uhr acht Fahrzeuge ineinander fuhren. Die Straße sei in diesem Teil zirka eineinhalb Stunden gesperrt gewesen. Das alles habe sich bis nach Jägersburg ausgewirkt.

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