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Winterball 2010 in der Saarbrücker Congresshalle mit Magic Artists

Moderner und weniger formell als in den Vorjahren präsentierte sich der 48. Winterball der Hochschulen des Saarlandes am Samstag in der Saarbrücker Congresshalle. Trotz widriger Straßenverhältnisse kamen an die 1500 Besucher.

Von SZ-Redakteur Peter Wagner

Saarbrücken.
Früher wurden zum Auftakt der saarländischen Unibälle flammende hochschulpolitische Grußworte entsandt und philosophisch zwischentönende Eröffnungsreden gehalten. Heute treten als erstes die Feuerschlucker und Seilspringer der Showtruppe Magic Artists auf. Sie müssen dem begeisterten Saal zwei Zugaben spendieren und dankt Professor Volker Linneweber, Präsident der Universität des Saarlandes, den vielen Sponsoren, ohne die solch’ ein Ball schwerlich auskäme. Die Zeiten sind halt andere geworden, auch bei diesem gesellschaftlichen Ereignis, wohl gemerkt: keine schlechteren, sondern modernere, weniger formelle. Wirtschaftsminister Christoph Hartmann lobte das treue Ballpublikum für die bodenständige „Härte im Nehmen“, sprich fürs bloße Kommen, denn die Straßenverhältnisse waren selbst im flachen Saarbrücken katastrophal. Das Prädikat der Superhärte durfte Rolf Tarrach für sich beanspruchen, hatte der Rektor der Uni Luxemburg doch eine außerordentlich beschwerliche Anreise. Neu im Club der mittlerweile fünf Ball-Gastgeber (Universität, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Hochschule für Musik, Hochschule der Bildenden Künste) übrigens Professor Dietmar Luppa, Rektor der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.

Bands mit Draht zum Publikum


Nach dem Rückzug von Manfred „Dr. Winterball“ Leber, der das Ereignis 19 Jahre organisiert und behutsam entwickelt hatte, wagten die neuen Verantwortlichen Uta Merkle und ihre Mitstreiter spürbare Veränderungen. Das fing bei Kleinigkeiten wie Blumenarrangements und moderner Beleuchtung an, betraf aber vor allem das Programm. Im großen Saal spielte erstmals das Aschaffenburger Orchester Barney Jackson Music Entertainment und fand rasch einen guten Draht zum tanzbegeisterten Publikum.

Das Orchester (als Gastmusikerin die TV-bekannte Percussionistin Angela Frontera) spielte nicht nach Liste, sondern wählte die Stücke spontan, je nach „gefühlter“ Stimmung. Im Foyer machte die bekannte und kernig laute Poprock-Truppe Remax alles wie erwartet richtig, und im Saal West überzeugte die Big Band der saarländischen Polizei mit ihrer ausgefeilten Musikalität. Anfangs ein Geheimtipp, gegen Mitternacht mit 200 Zuschauern „ausgebucht“: das Bluemoon Ensemble der Hochschule für Musik, das in der Lounge im Untergeschoss mit Herzblut musizierte.

Das Rahmenprogramm, vom flotten Moderator Reinhard Karger präsentiert, hatte mit dem Trompeterduo Charlotte und Jürgen Wendling sowie Tobias Rößler, Finalist von „Deutschland sucht den Superstar“ und Student der Saar-Uni, zwei Glanzpunkte. Der großartige Rößler spielte „Wonderworld“ von Oasis auf der akustischen Gitarre und mit „Gib nicht auf!“ eine Eigenkomposition. Dass der angehende Lehrer von dem in Wissenschaftskreisen suspekten Dieter Bohlen entdeckt worden war, vermied Uni-Präsident Linneweber bei der Ansprache ausdrücklich zu erwähnen – so viel Modernität sollte wohl beim 48. Winterball noch nicht sein.

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