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„Wir spielen ihre Lieder auf unsere Art“

Michael Frank (l.) und Guido Reuter. Foto: kultopolis/R. Nilles

Michael Frank (l.) und Guido Reuter. Foto: kultopolis/R. Nilles

Ich finde, man darf Simon & Garfunkel nicht covern.

Michael Frank: Ach, das verklärt doch die Musik und die Musiker. Das sind auch nur Menschen. Covern ist ohnehin kein schönes Wort, finde ich. Covern klingt so, als würden wir verblödet ein Lied nachspielen, was wir nicht tun.

Was tun Sie denn?

Frank: Wir interpretieren die Lieder von Simon & Garfunkel. Wir nehmen sie, aber spielen sie auf unsere Art.

Wie kamen Sie zur Musik?

 

Frank: Meine Eltern haben Klassik gehört, im Freundeskreis haben wir eher Gitarrenmusik gehört. Irgendwann hatten die ersten eine Gitarre – und ich hab mich daran probiert, ein bisschen rumzupfen. Es hat mir Spaß gemacht. So mit 15, 16 hab ich mir dann meine erste eigene Gitarre gekauft.

Haben Sie sich das Spielen selbst beigebracht?

Frank: Schon, am Anfang auf jeden Fall. Irgendwann habe ich Gitarrenkurse besucht – und Gesangskurse. Wir sind recht früh zuhause in Erfurt in Jugendclubs und auf Studentenfeiern aufgetreten, für mich und meine Freunde war das eine große Sache. Wir haben manchmal die Nacht durchgeübt.

Hauptberuflich Musik zu machen, war da noch keine Option?

Frank: Keine ernsthafte. Ich habe erst eine Ausbildung zum Autoschlosser gemacht und dann noch Lehramt studiert in Erfurt, Fachrichtung: Polytechnik, das gab es damals in der DDR. Hat nicht geschadet, technisches Wissen hilft immer. Wir haben damals immer Witze über den Studiengang gemacht: Polytechnik, Vieltechnik – alles schon mal gehört und gesehen, aber von nichts eine Ahnung.

Wie lang haben Sie als Lehrer gearbeitet?

Frank: Nicht lange. Ich habe mein praktisches Jahr gemacht, so hieß das, aber währenddessen immer auch Musik. Wir hatten Glück, dass wir uns von kleinen Bühnen hocharbeiten konnten. So mit Ende 20, Anfang 30 haben wir angefangen, das hauptberuflich zu machen.

Wieso eigentlich Simon & Garfunkel?

Frank: Ich habe die schon früher gern gehört, die waren so verspielt an der Gitarre , finde ich. Und ein Freund von mir wollte auch Gitarre spielen und singen. Wir arbeiten gern mit deren Liedern.

Was heißt das?

Frank: Nun ja, ich erzähle immer diese Geschichte von einem Sänger , der nach Italien zu einem Gesangslehrer eingeladen wird, und auf dem Weg nach Rom ist er ganz aufgeregt, wie viele Lieder sie wohl üben werden. Sie üben nur eins. So ist es bei uns auch. Ich kann ein Intervall herausarbeiten und daran so lange feilen . . . der Wahnsinn. Das ist schon ein Privileg, diese Zeit zu haben. Aber es hilft uns, besser zu werden, keine Frage.

Ihr Lieblingslied?

Frank: Hab ich nicht. Das wechselt immer je nach Stimmung. Übrigens auch keine Lieblingsband.

Worauf dürfen sich die Losheimer denn freuen?

Frank: Vermutlich auf ihre Lieblingslieder (lacht). Die populärsten Hits spielen wir natürlich auch, „Mrs. Robinson“ oder „Bridge over troubled water“ oder „Sound of Silence“.

Karten gibt es ab 25,50 Euro bei Kultopolis, Schankstraße 42, sowie online.

www.kultopolis.com

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