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"Wir waren immer eine seltsame Band mit seltsamen Songs"

Das Trio Biffy Clyro spielt in Püttlingen.

Das Trio Biffy Clyro spielt in Püttlingen.

Ihr Album „Only Revolutions“ hat sich – für heutige Zeiten erstaunlich – seit 2009 über 600 000 Mal verkauft. Ist das ein Resultat des Tourens? Johnston: Es dürfte die Menge an Shows sein, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben. Es war eine Frage der Zeit, bis wir richtig gute Konzerte hingekriegt haben. Die Medien scheinen das ähnlich zu sehen. In England fangen wir an, richtig große Shows zu spielen. Andere Länder bemerken das, so werden auch dort die Hallen größer.

Was sind Ihre Erwartungen für die Zukunft, was Plattenverkäufe angeht? Johnston: Es ist schwer, das von außen zu betrachten und gleichzeitig in einer Band zu sein, denn man ist zu nahe an der Musik. Wir sind sehr stolz auf das, was wir geschaffen haben, denn unser aktuelles Doppelalbum „Opposites“ ist ein sehr zweideutiges Album. Es stellt viele Fragen und ist nicht leicht zu konsumieren.

Inhaltlich zeigt das Album zwei Seiten der Band. Geschah das zufällig, oder ist das das Ergebnis einer Grundkonzeption? Johnston: Nein, da gibt es keine vorherigen Entwürfe. Simon Neil, unser Gitarrist, hatte in zwei Monaten 45 Lieder geschrieben. Nach dem Einüben haben wir alles zeitnah aufgenommen und dann die Songs auf etwas über 20 herunter gebrochen. Uns fiel auf, dass sie in zwei Kategorien passten: Zehn waren sehr reflektiert, zehn weitere waren hoffnungsfroh und zukunftsgerichtet.

Inwiefern sind die Lieder ein Abbild Ihres Lebens und was ist mehr fiktional? Johnston: Alle Songs basieren auf persönlichen Erfahrungen und handeln von Dingen, die die Band, unser Zuhause, das persönliche Leben oder das Tour-Leben betreffen. Simon schreibt immer aus dem Herzen heraus. Es sind Schnappschüsse, wie er sich damals gerade gefühlt hat.

Ihre Lieder hören sich trotz allem ziemlich radiofreundlich an. Ist das eine Konzession an den Massengeschmack, um mehr Erfolg zu haben? Johnston: Nein, wir liefen schon seit unserem ersten Album im Radio. Wir waren immer große Fans von Melodien wie bei Pearl Jam. Ich glaube nicht, dass wir uns so sehr verändert haben. Wir waren immer eine seltsame Band mit seltsamen Songs. Eher hat sich das Radio verändert, als wir uns (lacht).

Glauben Sie, dass Sie als Band auch davon profitieren, dass die Leute heute jede Art von Musik im Internet hören können? Johnston: Schon eher. Das ist gleichzeitig eine gute und schlechte Situation. Früher hast du für gutes Geld eine CD gekauft, und du hast sie dir immer wieder und wieder angehört, ohne zu wissen, wie die Band aussieht, bis du sie live gesehen hast. Heute nimmst du eine Gruppe auf, und mit einem Knopfdruck weißt du, wie sie aussieht, wie viele Lieder sie aufgenommen hat, und binnen fünf Minuten weißt du, ob du sie magst oder nicht. Früher dauerte es Wochen oder Monate. Das geschieht heute in der Form nicht mehr, und das ist enttäuschend. Ich muss aber zugeben, dass sich im Laufe unserer Karriere so viel verändert hat, dass es schwerfällt, all das zu kommentieren, weil man ziemlich alt aussieht, wenn man darüber spricht (lacht).

AUF EINEN BLICK

Donnerstag im Ponyhof: 0.30 Uhr Dan Gerous; 1.30 Uhr Drunken Masters; 23 Uhr Dave Hause.
Donnerstag auf Sauwasen: 15.30 Uhr Karamelo Santo; 16.45 Uhr Callejon; 18.05 Uhr SDP; 19.30 Uhr Ska-P; 21 Uhr Casper.

Freitag im Ponyhof: 0.30 Uhr Eskei83; 2 Uhr Kandee.
Freitag auf Sauwasen: 14.30 Uhr Kill It Kid; 15.35 Uhr Lagwagon; 16.55 Uhr Kakkmaddafakka; 18.20 Uhr Boysetsfire; 19.50 Uhr Enter Shikari; 21.20 Uhr The Subways; 23 Uhr SEEED.

Samstag im Ponyhof: 0.30 Uhr Freez; 2 Uhr Panda Party Soundsystem.
Samstag im Sauwasen: 14.30 Uhr Blingpoint; 15.35 Uhr Eskimo Callboy; 16.55 Uhr Anti- Flag; 18.20 Uhr Jennifer Rostock; 19.50 Uhr Guano Apes; 21.20 Uhr Jimmy Eat World; 23 Uhr Biffy Clyro.

Tickets und Infos: www.rocco-del-schlacko.de, Tel. (06 81) 91 00 56 25. Parken: Der Hauptparkplatz der vergangenen Jahre steht nicht zur Verfügung. Stattdessen gibt es eine große Parkfläche, die über drei Zufahrten von der L 140 erreichbar ist. red

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