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„Wir wollen das Beste für die Studenten rausholen“

In der ersten Stupa-Sitzung haben Sie klargemacht, dass die Abschaffung der Studiengebühren Ihr wichtigstes Ziel ist. Wie wollen Sie das erreichen?
Hilsenbeck: Bis zur Landtagswahl werden die beiden Hochschulgruppen, die den Asta bilden, zusammen mit dem Bündnis gegen Studiengebühren einige Aktionen starten. Sicher ist: Es wird einen Wahlaufruf geben.

Werden Sie eine Wahlempfehlung zur Landtagswahl abgeben?
Hilsenbeck: Wir sagen den Studenten natürlich nicht „Wählt Partei X und nicht Partei Y“. Aber uns ist wichtig, dass die Gebühren abgeschafft werden. Deshalb werden wir die bildungspolitischen Konzepte der Parteien durchleuchten. Die Entscheidung, welche Partei sie wählen, müssen die Studierenden dann aber selbst treffen.

Kommt für Sie auch eine Senkung der Gebühren in Frage?
Hilsenbeck: Nein! Wir wollen die Gebühren abschaffen, weil sie sozial ungerecht sind. Das ändert sich auch nicht bei einem geringeren Betrag.

Wie sollen aktuelle Langzeitprojekte ohne Studiengebühren finanziert werden?
Werner: Da gibt es eine klare Aussage der SPD, der sich auch andere Parteien angeschlossen haben. Sie hat versprochen, beim Wegfall der Studiengebühren sämtliche Kosten zu übernehmen. Und in diesem Punkt werden wir sie beim Wort nehmen.

Auf dem Campus dreht sich alles nur noch um Studiengebühren. Das kann Ihnen doch nicht reichen?
Werner: Natürlich nicht, es gibt auch andere Baustellen. Die Öffnungszeiten der Bibliotheken beispielsweise, die verlängert werden müssen, damit die Studierenden vernünftig lernen können. Auch einige Bachelor-Studiengänge sind bedenklich voll, und manche Fächerkombinationen sind nicht mehr studierbar. Auch auslaufende Studiengänge müssen vernünftig fertigstudiert werden können. Doch dafür ist das Lehrangebot teilweise schon heute zu gering.

Das Uni-Profil wandelt sich immer mehr zu Gunsten der Naturwissenschaften. Ist das auch in Ihrem Sinn?
Werner: Der Schwerpunkt hat sich verlagert, das stimmt. Aber auch in den Geisteswissenschaften gibt es ausgezeichnete Studiengänge, wie die Interkulturelle Kommunikation oder die Historisch Orientierten Kulturwissenschaften. Die Naturwissenschaften erwirtschaften aber die meisten Fördermittel.
Hilsenbeck: Wir fordern, dass der Studiengang Politikwissenschaft wieder eingeführt wird. Und auch der Europaschwerpunkt ist uns noch viel zu wolkig und unscharf. Dort muss nachgebessert werden.
 
Der Asta hat im vergangenen Jahr einen harten Kurs gegen das Universitäts-Präsidium gefahren. Bleibt das auch in Zukunft so? Hilsenbeck: Wenn wir inhaltliche Differenzen haben, bleibt das so. Aber wir wollen in Punkten, in denen wir Überschneidungen haben, konstruktiv mit der Uni-Führung das Beste für die Studenten rausholen.
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