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Wird Saarbrücker Fastenbier bald mit Hopfen aus Kleinblitterdorf gebraut?

Lukas und Thomas Bruch führen eine rund 450 Jahre alte Brauertradition fort.

Lukas und Thomas Bruch führen eine rund 450 Jahre alte Brauertradition fort.

Saarbrücken. Kann man von Saarbrücken aus in Wadgassen Heimatgefühle erzeugen? Kann man. Geradezu „faszinierend“ findet es Klaus Friedrich, „wie es gelingt, mit einem Bier Identität zu schaffen“. Klaus Friedrich ist in der Initiative Barockstraße Saarpfalz aktiv – und das Bier, von dem er schwärmt, ist längst auch Teil von deren Arbeit: Wadgasser Klosterbräu. Am Ende der von Klaus Friedrich und Patrik H. Feltes regelmäßig durch Saarbrücken geführten „Chorherren, Fürsten, Braukultur“-Tour wird am Ende dieses Bier ausgeschenkt – dort, wo es gebraut wird: im Stiefelbräu am St. Johanner Markt.

Das trübe Fastenbier, das etwas stärker als Pils, aber etwas schwächer als Bockbier ist, wie Brauereichef Thomas Bruch erklärt, wurde in diesem Jahr zum dritten Mal gebraut. Und es kommt nicht nur in Wadgassen, wo es die Glasspatzen-Karnevalsgesellschaft bei ihren Veranstaltungen in größeren Mengen zapft, gut an. 50 000 Liter des Fastenbiers hat Bruchs Braumeister Winfried Sahlmann gebraut. Mehr gibt es nicht in diesem Jahr. Klosterbräu ist ein Saisonbier. Ein Bier, das aus drei Sorten Malz gebraut ist und eine Alternative sein soll zum Pils. „Der Einheitsgeschmack ist stinklangweilig“, sagt Thomas Bruch. Und kleine Brauereien wie die seine in Saarbrücken, erklärt er, können anders als Großbrauereien auch mal kleine Mengen von nicht alltäglichen Bieren brauen.

Dass das Saarbrücker Fastenbier Wadgasser Klosterbräu heißt, ist mehr als ein Werbegag. Bruchs Vorfahren waren Pröpste im einstigen Prämonstratenserkloster in Wadgassen – und dort auch fürs Bierbrauen zuständig. Von daher gab es für den Verein für kulturelle und geschichtliche Arbeit im Bisttal, der die Geschichte der Abtei erforscht, nur einen „würdigen“ Brauer für das neue Klosterbier: die Bruchs eben.

Die Verbindung zwischen Saar-Geschichte und Genuss gehört längst auch für die Tourismuszentrale Saar zum Marketingkonzept. Wobei Thomas Bruch und sein Sohn Lukas darüber nachdenken, noch weitere Verbindungen aufzubauen. Thomas Bruch will „weitere Gespräche führen“. Zum Beispiel mit dem Wintringer Hof in Kleinblittersdorf. Der gehörte einst zum Einzugsbereich der Wadgasser Abtei, erklärt er. Und man könne doch in Wintringen den Hopfen anbauen für das in Saarbrücken gebraute Wadgasser Bier.

www.bruchbier.de

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