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Wird Studieren an der Saar-Uni wieder kostenlos?



Mit Blick auf die saarländischen Landtagswahlen 2009 haben sich die Parteien im Land zwar bereits seit längerem positioniert, die Entscheidung in Hessen hat aber auch die Studentenvertreter und die Universitätsleitung auf den Plan gerufen. Mit großem Interesse haben das Studenten wie Professoren der Saar-Uni beobachtet. Uni-Präsident Professor Volker Linneweber (57): „Ich sehe Vor- und Nachteile in den Studiengebühren, aber ich stehe voll hinter der Art, wie wir das hier handhaben.“
 
:: www.uni-saarland.de

:: Umfrage: Studenten zu Parkgebühren


Linneweber hebt die Beteiligung von Studierenden bei der Verteilung der Gebühren als besonders gelungen hervor. Es gebe aber Grund zur Sorge nach der Entscheidung in Hessen: Bislang konnte die Unileitung mit einer Verbesserung der Lehre durch die Gebühren werben. Die hessische Politik sieht nun aber einen staatlichen Ausgleich für die entfallenden Gebühren vor, um die Hochschulen finanziell zu stützen. Mit Einführung der Studiengebühren habe die Saar-Uni einen Rückgang der Ersteinschreibungen um sechs Prozent registriert, sagt Linneweber. Die Zahl der Studierenden von etwa 15.500 sei jedoch in etwa gehalten worden, da mehr Zugänge in höheren Semestern registriert wurden. Die Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses.(AStA), Estelle Klein, und Uni-Senator Bernd Weber sind hingegen dafür, die Gebühr wieder abzuschaffen.

Die ASta-Vorsitzene Estelle Klein und Weber halten das Bezahlstudium an der Saar für gescheitert, es gehe auf Kosten der Attraktivität des Hochschulstandortes. In die gleiche Kerbe schlagen auch die saarländische SPD und die Grünen. Das Saarland sollte dem Beispiel Hessens folgen, erklären beide Fraktionen. Peter Gillo (49), hochschulpolitischer Sprecher der SPD, plädiert, auch hier dem hessischen Vorbild folgend, für einen staatlichen Ausgleich bei einer Abschaffung der Gebühren. FDP-Fraktionschef Christoph Hartmann.(36) hingegen findet: „Wer jetzt die Abschaffung fordert, versucht sich nur bei der derzeitigen Studentengeneration beliebt zu machen.“ Dabei bleibe aber die Qualität der Ausbildung auf der Strecke. Die CDU im Land will von hessischen Überlegungen nichts wissen. Ihre Position für Studiengebühren stehe, sagte die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion Nadine Müller (25). 
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