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Wird der Merziger Finanz- Skandal noch teurer?


Muss die Stadt Merzig wegen des Finanzskandals im Kulturamt noch tiefer in die Tasche greifen? Es sieht so aus. Zu dem drohenden Schaden von bis zu 1,7 Millionen Euro kommen weitere 7000 Euro wegen Doppelvergabe der Stadthalle hinzu. Die CDU befürchtet weiteren Schaden.


Merzig. Rund 7000 Euro kostet Merzig die doppelte Vergabe der Merziger Stadthalle Mitte Mai kommenden Jahres. Die Übernahme der Kosten steht am heutigen Donnerstag, 11. Dezember, 17.30 Uhr, auf der Tagesordnung für die Sitzung des Merziger Stadtrates. Schuld an den zusätzlichen Kosten ist nach der Sitzungsvorlage die Ex-Kultuamtschefin. Von der hat sich die Stadt getrennt. Malburg habe im Rahmen der Großen Theaterreihe für Donnerstag, 14. Mai, bei der Salzburger Agentur Schlote Productions GmbH das Musical „Kiss me, Kate!“ gebucht. Gleichzeitig sagte die Ex-Kulturchefin der Firma Villeroy und Boch die Stadthalle für deren Jahreshauptversammlung am Freitag, 15. Mai, zu.
„Dieser Termin war nicht als solcher erkennbar“, ist in der Sitzungsunterlage zu lesen. „Lediglich ein mit Bleistift vorgenommener Eintrag ‚Jahreshauptversammlung’ (ohne Zusatz V&B) stand unter dem 15. Mai.“
Nach Rückfragen bei V&B habe sich herausgestellt, dass der Freitag, 15. Mai, im Hause V&B verbindlich als Tag der Jahreshauptversammlung festgelegt sei. Verschieben sei unmöglich. Zudem miete das Unternehmen die Halle zu umfangreichen Vorarbeiten bereits ab dem vorausgehenden Montag. (weiter siehe unten)

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:: www.merzig.de


Sofort habe der kommissarische Kulturamtsleiter Jörg Sämann mit der Salzburger Agentur Kontakt aufgenommen. Die war bereit, das Musical „Kiss me, Kate!“ vor dem mit Malburg vereinbarten Termin in Merzig auf die Bühne zu bringen und am Sonntag, 10. Mai, in der Stadthalle Station zu machen – allerdings für 7000 Euro mehr. So viel koste es, den Tourneeplan zu ändern, zusätzliche Lkw, Busse anzumieten und die 60- bis 70-köpfige Crew in einem Hotel unterzubringen. Auch zusätzliches Honorar für die Künstler und sonstiges Personal fielen an, ebenso wie ein zusätzlicher Tag Technik. Weil die Truppe am Samstag, 9. Mai, in der Stadthalle aufbauen will, damit sonntagsmorgens eine Generalprobe stattfinden kann, müsse das geplante Konzert des Kreissinfonieorchesters Saarlouis verschoben werden. Das ist ebenfalls in der Tischvorlage zu lesen. CDU und SPD haben bereits im Vorfeld Zustimung signalisiert. „Wir stimmen zu, weil uns eine Verlegung preiswerter kommt als eine Absage“, sagen CDU-Fraktionschef Bernd Seiwert und SPD-Fraktionschef Dieter Ernst. Bei einer Absage sei das komplette Honorar als Ausfallhonorar zu zahlen. Zudem verärgere man die Abonnenten, einen weiteren Imageschaden fürchte man außerdem, ergänzen beide Kommunalpolitiker. Derweil spricht Seiwert von weiteren Rechnungen von rund 12 000 Euro, die zwischenzeitlich auftaucht seien.

Vertragsentwurf geändert
Zündstoff dürfte der Kooperationsvertrag mit der Villa Fuchs liefern. Das Kulturzentrum soll möglicherweise städtische Kulturveranstaltungen durchführen. Die SPD kritisiert, die Villa Fuchs habe den städtischen Vertragsentwurf abgeändert. Das sagte Ernst der SZ. Derweil kündigt Seiwert an, seine Fraktion werde der Kooperation generell zustimmen. Details sollen noch vor Weihnachten im Ausschuss für Kultur, Bildung und Sport geklärt werden.


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