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Wirtschaftete Saarstahl-Versicherungsmanager in die eigene Tasche?

Stahlindustrie an der Saar.

Stahlindustrie an der Saar.

In der saarländischen Stahlindustrie scheint das Entgelt für manche Manager lausig zu sein. So ließe sich jedenfalls erklären, dass der Saarstahl-Versicherungsmanager Axel Frank in den 1990er Jahren von seinen Vorgesetzten die Erlaubnis erhielt, eine private Versicherungsgesellschaft zu gründen – nämlich die Risk Assekuranz. „Ein Manager des saarländischen Stahlkonzerns SHS soll in die eigene Tasche gewirtschaftet haben“, mutmaßte gestern das „Handelsblatt“. Frank war lange Jahre Geschäftsführer der Versicherungskontor Saarstahl (VKS) und ab 2011 Chef der SHS Versicherungskontor, bei der jetzt die Versicherungsaktivitäten von Saarstahl und Dillinger Hütte gebündelt sind.

Die SHS Stahl-Holding- Saar, die das Sagen bei den beiden saarländischen Stahlkonzernen hat, bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass „Frank in den neunziger Jahren mit Zustimmung seiner Vorgesetzten neben dem Versicherungsgeschäft mit den beiden Stahlunternehmen ein Privatgeschäft als Risk Assekuranz GmbH unter der Maßgabe der strikten Trennung beider Geschäfte aufbauen durfte“. Seit März ist Frank aus Altersgründen im Ruhestand. Zusammen mit seinem Sohn Eric Frank ist er weiterhin Geschäftsführer der Risk Assekuranz. Er selbst war gestern urlaubsbedingt nicht zu erreichen. Das „Handelsblatt“ schreibt unter Berufung auf interne E-Mails, dass „Versicherungen vom SHS Versicherungskontor an Franks Privatfirma übertragen wurden“. Die Kunden hätten darüber im Laufe dieses Jahres informiert werden sollen, heißt in der Wirtschaftszeitung weiter.

Das Blatt nennt als Quelle eine E-Mail des Versicherungspartners HDI. „Zumindest ein Teil der von SHS geschlossenen Verträge wird also über die Firma Risk Assekuranz abgewickelt“, schreibt das „Handelsblatt“. Die SHS weist das von sich. Die Holding, Saarstahl und die Dillinger Hütte „waren weder in der Vergangenheit noch sind sie heute über die Risk Assekuranz versichert“. Vielmehr gebe es „eine strikte Trennung zwischen dem Versicherungsgeschäft für die Hütten und deren Tochtergesellschaften sowie dem sonstigen Versicherungsgeschäft der Risk Assekuranz, das mit den beiden Stahlunternehmen nichts zu tun hat“. Das gesamte Versicherungsgeschäft für die Hütten und die Holding SHS werde von der SHS Versicherungskontor erledigt. „Diesbezügliche etwaig anfallende Provisionen fließen in den SHSKonzern und nicht an Risk Assekuranz.“

Diese hat ihren Firmensitz in der Beethovenstraße 13 in Saarbrücken. Dort hat auch der Rechtsanwalt Michael Müller seine Kanzlei. Müller ist sowohl Kuratoriumsvorsitzender der Montan- Stiftung-Saar, die 100 Prozent an der SHS hält. Er ist außerdem Chef der SHS und steht den Aufsichtsräten von Dillinger Hütte und Saarstahl vor. Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Müller & Dr. Altmeyer räumt in der Stellungnahme ein, dass die Risk Assekuranz sie „in der Vergangenheit“ und in Einzelfällen „mit der Vertretung ihrer rechtlichen Interessen beauftragt hat“. Finanziell geht es der Risk Assekuranz offenbar gut. Die zuletzt im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichte Bilanz 2011 weist einen Gewinn
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