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Wirtschafts-Dynamik: Saarland schneidet im Bundesvergleich schlecht ab

Beim Ranking der Bundesländer, das die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft 2010 bereits zum achten Mal aufgestellt hat, landet das Saarland nur auf einem der hinteren Plätze.

Saarbrücken. Das Saarland hat in der Krise überdurchschnittlich an Dynamik verloren. Das zeigt die Platzierung im Ländervergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die in Zusammenarbeit mit der „Wirtschaftswoche“ ein alljährliches Bundesländerranking erstellt, bei dem die Entwicklung der vergangenen drei Jahre untersucht wird.

In diesem Vergleich liegt das Saarland im Ranking auf Platz 15 – gefolgt nur noch von Baden-Württemberg. Der Blick auf die diesjährigen Verlierer zeige, „wie stark das Ergebnis von den Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise geprägt ist“, schreiben die Autoren der Studie.

Mit Baden-Württemberg, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befinden sich vier Bundesländer auf den letzten Plätzen, die besonders stark unter den weltweiten Turbulenzen zu leiden hatten. Im vergangenen Jahr war das Saarland sogar auf dem letzten Platz gelandet. Die große Exportabhängigkeit, in guten Zeiten ein Faktor, der die Dynamik erhöht, hat sich in der Krise höchst negativ ausgewirkt.

Wirtschaftsminister: Ergebnis nicht überraschend
Für Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) kommt das schlechte Ergebnis nicht überraschend: „Wir hatten im vergangenen Jahr ein extrem schlechtes Wirtschaftswachstum durch die große Abhängigkeit vom Export und der Automobilindustrie, insofern war das Ergebnis so zu erwarten.“ Er geht in diesem Jahr allerdings schon von einem deutlich höheren Wachstum aus.

SPD-Generalsekretär Reinhold Jost sieht neben den Kriseneinflüssen allerdings auch eine Schuld der Regierung: Diese habe versäumt, „entsprechende Impulse für den Wirtschaftsstandort Saarland zu setzen, um das Saar-Schiff sicherer durch die Krise zu lotsen.“

Neue Bundesländer weit vorne
Auf den vorderen Plätzen dagegen finden sich in diesem Jahr – 20 Jahre nach der Wiedervereinigung – die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, gefolgt von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Im Bestandsranking, das Wirtschaftskraft und Wohlstand der Länder widerspiegelt, konnte sich das Saarland auf Platz neun behaupten. Hier führen Bayern und Baden-Württemberg und Hamburg mit großem Abstand. Das Schlusslicht bildet Berlin – nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. jwo





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