B269 Stadtgebiet Lebach, Heeresstraße bis Koblenzer Straße Zwischen Lebach und Lebach-Bubach in beiden Richtungen Gefahr durch Tiere auf der Fahrbahn Kühe (10:48)

B269

Priorität: Sehr dringend

10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Wisentherde: Nachwuchs im Wildpark

Aufmerksam betrachten die Kuh (links) und der Bulle im 13 000 Quadratmeter großen Gehege das Neugeborene.

Aufmerksam betrachten die Kuh (links) und der Bulle im 13 000 Quadratmeter großen Gehege das Neugeborene.

Die Geburt dieses Erdenneulings aus Saarbrücken liegt drei Tage zurück. Am Mittwoch, 25 Juni, um 14 Uhr war es soweit. Das Ereignis wird doppelt vermerkt. Zum einen bei der saarländischen Landwirtschaftskammer. Klar, handelt es sich doch um ein Kalb. Da das Kerlchen aber von besonderen – und vor allem sehr seltenen – Eltern abstammt, ist seine Ankunft selbst noch in mehreren hundert Kilometern Entfernung von Interesse. Im polnischen Weldwisentzuchtbuch, geführt im Bialowieza-Nationalpark, steht nun schwarz auf weiß, dass Saarbrückens Wisentherde um ein offensichtlich putzmunteres Mitglied gewachsen ist. Der Saarbrücker Wildpark gehört zu den 79 Wisenthaltern in Deutschland. Er hilft mit, dieses größte und schwerste Landsäugetier Europas zu erhalten. Umso größer ist der Stolz über die komplikationslose Geburt. Sie ging ohne Komplikationen vonstatten. „Natürlich freuen wir uns darüber, dass wir nach drei Jahren wieder Nachwuchs haben“, sagt Jörg Bruckmann von der städtischen Forstabteilung. Sekundenschnell hat er die Daten über die imposanten Saarbrücker Wildparkwisente parat. Auch die Mutterkuh erblickte in der Landeshauptstadt das Licht der Welt. Das was 2011. Der mächtige Bulle, Jahrgang 2001, und die beiden älteren Kühe kamen zuvor aus anderen Wisentherden nach Saarbrücken . Ob nun das jüngste Mitglied bleibt oder in anderen europäischen Herden das Erbgut auffrischen darf, hängt von seinem Geschlecht ab.

Sollte es sich nämlich um ein männliches Tier handeln, würde das irgendwann dem bulligen Familienoberhaupt nicht mehr in den Kram passen. Aber noch liegt eine Kindheit beim Muttertier vor dem Kleinen, die niemand stören soll.

Der Wildpark bittet, das Familienglück nicht durch Stress zu trüben. In den geraten Wisente leicht, wenn sie Kälbchen haben. Mit Hunden sollten Besucher einen großen Bogen ums Gehege machen. Staunen lässt sich auch aus sicherer Distanz – und kostenlos. Denn der Eintritt in den Wildpark ist frei.


   
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein